Speyer Nachgefragt: Was ist wichtig?

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Der hessische Heraldiker Dieter Krieger war nicht von Anfang an in die Entstehung des Wappens einbezogen, sondern ist erst vor kurzem darum gebeten worden, Wappenvorschläge zu zeichnen, wie der Wappenkundler gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage berichtete. Heraldik ist das Fachwort für Wappenkunde, ein Heraldiker ist ein Wappen-Fachmann. Grundsätzlich, so Krieger, sei es so: „Ein Wappen wird gezeichnet nach einer schriftlichen Fixierung.“ Er habe die Wappen auf der Grundlage der schriftlichen Ausarbeitung von Karl Heinz Debus erstellt: „Von der Heraldik her einwandfrei“, kommentiert Krieger die Wappen-Idee von Debus, eines erfahrenen Heraldikers und Autoren aus Dudenhofen. Es sei ein sehr guter Vorschlag, findet der Kollege. Krieger, der aus Griesheim bei Darmstadt kommt, und schon für den Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer und viele Kommunen Wappen erstellt hat, ist es gewohnt, dass Wappen-Fragen heiß diskutiert werden. „Es ist nicht das erste Mal, dass ich vier-, fünfmal an einen Ort fahre“, sagte er am Montagabend zu den Ratsmitgliedern – kurz bevor er ohne Ratsbeschluss wieder nach Hause fahren musste. Er erklärte gestern im RHEINPFALZ-Gespräch: „Ein Wappen ist kein Logo. Es hat eine geschichtliche Bedeutung.“ Und ein Wappen sei auch nicht dazu da, alle Orte abzubilden: „Es ist ganz oft so bei Politikern, dass jeder sein Dorfzeichen drin haben will. Aber das ist heraldisch nicht umsetzbar.“ Im jetzigen Entwurf, sagte er, sei von jedem Ortswappen ein Bestandteil drin – „und sei’s die Farbe“. Ein Bischofsstab könne ja nicht nur als Zeichen für Mechtersheim gelesen werden, sondern auch als Zeichen für die aufgelassenen Klöster von Harthausen und Hanhofen, nennt er ein Beispiel. Und außerdem: „Mechtersheim ist der älteste Ort in dem ganzen Gebiet. Das darf man nicht außer Acht lassen.“ Wie viel das neue Wappen kosten wird? Das stehe noch nicht fest, hieß es gestern aus dem Rathaus: „Derzeit können wir zur Kostenfrage leider noch keine Angaben machen.“ Bevor ein Wappen endgültig auf dem Briefpapier landet, muss es vom Landesarchiv in Speyer und von der Kreisverwaltung für gut befunden werden. (snr) WAPPEN WUPPEN

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