Speyer Nachdenken über Gott und die Welt

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Das Kreuz auf der Turmspitze der St.-Pankratius-Kirche in Berghausen leuchtet über ganz Berghausen. Das haben Kinder der Kindertagesstätte der katholischen Gemeinde gestern im Festgottesdienst eindrucksvoll dargestellt. Unter dem Motto „Gestern, heute und morgen bin ich geborgen in deiner Hand“ haben sie mit Erzieherinnen, Eltern und Angehörigen 50 Kindergarten-Jahre gefeiert.

„In den vergangenen 50 Jahren waren schon viele Kinder in unserer Kindertagesstätte“, wies Leiterin Elke Schall auf viele Freundschaften, manches Schöne und manchmal auch Traurige hin, das Generationen Berghausener aus dem Kindergarten St. Pankratius mit in ihr weiteres Leben genommen hätten. Rund 100 derzeitige Kita-Kinder waren gestern dabei, als es galt, Gottes Natur und ihre Geschöpfe zu einem Bild zusammenzufügen. Weitaus mehr Gottesdienstbesucher hatten den Kindergarten, der ihre Geschwister, Kinder und Enkel heute auf das Leben vorbereitet bereits Jahre oder auch Jahrzehnte zuvor hinter sich gelassen. „Lieber Gott, früher waren wir behütet im Kindergarten. Bitte lass unsere Enkelkinder heute dort auch behütet sein“ – mit dieser Fürbitte brachte eine Großmutter die allgemeinen Empfindungen der kleinen und großen Zuhörer auf den Punkt: Die Kita Pankratius war immer eine gute Adresse in Berghausen. Dass sie das auch geblieben sei, betonte Pfarrer Josef Metzinger. In seiner Begrüßung hob er den Fleiß und die Kreativität der 15 Erzieherinnen hervor, die viele Mühen zum Wohle der Kinder zwischen zwei und sechs Jahren auf sich nähmen. Die Kinder waren es, die den Gottesdienst zur Einführung des Jubiläumstages maßgeblich gestalteten. Gemeinsam mit Diakon Markus Fleischer und ihren Erzieherinnen berichteten sie anschaulich von Ergebnissen der regelmäßigen religionspädagogischen Angebote. Für den Gottesdienst hatten die Kinder Wolken, Wasser, Erde, Tiere, Gras, Bäume oder „Butterblumen“, Tag und Nacht, Sonne, Regen und Regenbogen gebastelt, die sie zu einem Weltbild zusammensetzten. Außerdem legten die Kinder Porträtbilder von sich symbolisch in Gottes Hand, die vor dem Altar stand. „Wir denken zusammen über Gott und die Welt nach“, beschrieb Fleischer seine und die Bemühungen der Erzieherinnen, den Kindergartenkindern Gott als Schöpfer nahe zu bringen und ihnen zu vermitteln, was Leben wirklich ausmacht. „Gutes Miteinander freut Gott ganz arg“, sagte Diakon Fleischer, bevor sich die Gottesdienstbesucher die Hände zum Friedensgruß reichten und sangen: „Wir wollen Frieden für alle.“ Im Anschluss feierten alle gemeinsam ein halbes Jahrhundert Kita St. Pankratius auf dem Außengelände der fünfgruppigen Einrichtung, in der jede Gruppe nach einer Farbe des Regenbogens benannt ist. (kya)

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