Speyer Nach oben schauen
«Speyer.» HTC Bad Neuenahr zuhause 11:10 besiegt, Ziel Klassenverbleib geschafft: Bei Verbandsliga-Aufsteiger WR Speyer richtet sich seit gestern Abend der Blick nach oben.
Daniel Steigleiter, Punkt drei der Speyerer, erklärt: „Das Thema Abstieg ist durch. Wenn wir die zwei noch ausstehenden Spiele gewinnen, ist vielleicht noch mehr möglich.“ Gegen Sportpark Simmern gelten die Weiss-Roten als Favoriten. Gegen die zweite Mannschaft des TSC Mainz wartet eine Partie in etwa auf Augenhöhe. Doch Steigleiter weiß: „Die beiden Mainzer Mannschaften wollen oder können vielleicht gar nicht aufsteigen.“ Denn erstens verfügten die Landeshauptstädter schon über Teams in höheren Klassen und zweitens beginne deren Saison nun, und es könnten Akteure der zweiten Vertretung benötigt werden. „Die Runde ist bisher optimal verlaufen“, meinte Steigleiter zur RHEINPFALZ: „Wir wollten ja nur die Klasse halten.“ Bei den zuletzt beiden 11:10-Erfolgen sei natürlich auch etwas Glück dazugekommen. Sascha Frank lieferte gestern im Schützengarten auf jeden Fall eine Schlüsselpartie. An Mannschaftsposition zwei auflaufend, verlor der Neuzugang den ersten Satz und lag auch im zweiten schon mit 0:3 hinten, um das Match mit 10:8 im Champions-Tiebreak schließlich vollends umzubiegen. „Er hat sich zurückgefightet“, kommentierte sein Vereinskamerad. Ihm selbst glückte das dagegen bei zweimal 1:6 nicht: „Ich hatte gar keine Chance.“ Dafür blieb Marcel Golfier an sechs „mental stark“. Schließlich ließ er im Tiebreak den Satzausgleich zu, riss sich aber im siegreichen Champions-Tiebreak zusammen. Da Spitzencrack Robert Rumler aus Tschechien laut Steigleiter relativ deutlich 6:1, 6:2 die Oberhand behielt und auch Max Sanladerer gewann, führten die Domstadter nach der Niederlage von Rouven Langknecht nach den Einzeln 8:4. Aufgrund der guten Erfahrungen mit drei etwa gleich starken Doppeln bauten die Gastgeber auch diesmal auf diese Taktik. Frank/Sanladerer machten schnell den Sack zu. Dass Rumler/Golfier abgaben machte ebenso wenig aus wie das 11:13 von Langknecht/Steigleiter, der einzige verlorene Match-Tiebreak am Sonntag. Auf Frank, Sanladerer, Lukas Steigleiter, Frank Rief und Mirko Flory aus den ersten beiden Teams wartet nun die Pfalzmeisterschaft.