Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Bankraub in Gelsenkirchen: Wie sicher sind die Speyerer Schließfächer?

Speyerer Banken sehen ihre Schließfächer gut geschützt
Speyerer Banken sehen ihre Schließfächer gut geschützt

In Gelsenkirchen haben Unbekannte den Tresorraum einer Bank ausgeraubt. Verändert der Millionen-Coup etwas an den Sicherheitsvorkehrungen in Speyer ansässiger Kreditinstitute?

Sparkasse Vorderpfalz und Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz verfügen beide über Schließfächer für ihre Kunden. Zur Anzahl machen beide aus Sicherheitsgründen keine Angaben. Es gebe Schließfächer an mehr als 20 Standorten, teilt eine Sprecherin der Sparkasse Vorderpfalz auf Anfrage mit. VR-Bank Vorstandssprecher Till Meßmer spricht von einer „ausreichenden Menge“ an Fächern für die Bank-Kunden. Die PSD-Bank verfügt in ihrer Speyerer Filiale in der Wormser Straße nach Angaben einer Unternehmenssprecherin nicht über Bankschließfächer.

In Gelsenkirchen machte der spektakuläre Einbruch in eine dortige Sparkasse kurz vor dem Jahreswechsel Schlagzeilen. Die Täter sind noch nicht gefasst. Sie waren in den Archivraum der Bankfiliale eingedrungen und bohrten von dort ein großes Loch in den Tresorraum. Fast alle der 3250 Kunden-Schließfächer wurden laut Medienberichten aufgebrochen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Sparkasse Vorderpfalz und VR Bank Kur und Rheinpfalz betonen die Bedeutung, die Sicherheit für sie hat. Die Sparkasse lege „größten Wert darauf, ihren Kundinnen und Kunden das höchste Maß an Sicherheit zu bieten“, sagt die Sprecherin. VR-Bank-Vorstandssprecher Meßmer äußert sich ähnlich: „Die größtmögliche Sicherheit im Sinne unserer Kundinnen und Kunden ist immer unser oberstes Ziel“, sagt er. „Auch wenn wir generell von unseren hohen Standards überzeugt sind, blicken wir im Zuge des Vorfalls von Gelsenkirchen aktuell nochmals ganz genau auf jedes einzelne Detail.“ Sollten dabei Optimierungspotenziale erkannt werden, würden diese zeitnah umgesetzt.

„Unsere Schließfachanlagen unterliegen strengen baulichen und technischen Sicherheitsstandards, die wir turnusmäßig – auch unter Einbindung von Versicherungssachverständigen – auf ihre Angemessenheit überprüfen“, erläutert Meßmer. Die Sparkasse verfüge zum Schutz ihrer Geschäftsstellen und Schließfächer „über hochmoderne Sicherheitslösungen“, so die Sprecherin. „Neben regelmäßigen Wartungsarbeiten und Updates überprüfen wir kontinuierlich – auch mit externen Experten – die Sicherheitsstandards und passen diese bei Bedarf umgehend an.“ Ereignisse wie der Vorfall in Gelsenkirchen zeigten, „wie wichtig dieses Vorgehen ist“.

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