Speyer Musikverein im Eigenheim

Der Musikverein Berghausen probt jetzt im ehemaligen Vereinsheim des Rauch- und Schießclubs Berghausen. Die Musiker haben das Heim gekauft und saniert. Am Freitagabend wurde der Umzug vom Alten Bürgermeisteramt ins neue Vereinsheim gefeiert.
Im Mai haben die Mitglieder des Musikvereins Berghausen mit dem Umbau des ehemaligen Heims des Rauch- und Schießclubs begonnen und wenn Vereinsvorsitzender Martin Sternberger alle Stunden zusammenzählt, dann kommt er auf fast 1000. „Es war sehr viel Zuspruch“, sagt er – sowohl die Musiker wie auch die passiven Mitglieder und Sponsoren seien mit Eifer bei der Sache gewesen. Die 30 Musiker haben schon drei Proben in ihrem neuen Heim absolviert – und Sternberger fasst es so zusammen: „Es ist einfach schön.“ Zum Beispiel die Tatsache, dass Tische und Stühle nicht jedes Mal hin- und hergeschoben werden müssen, um zu proben – oder nach der Probe noch zusammenzusitzen. Und das komplette Schlagwerk kann auch einfach stehenbleiben. Die 160 Vereinsmitglieder haben 15.000 bis 20.000 Euro in ihren Finanzplan für die Renovierung eingestellt, das werde auch eingehalten, sagt Sternberger. In den vergangenen Monaten wurde eine Akustikdecke eingebaut, Verkleidungen runtergenommen, frisch verputzt und die Sanitäranlagen hergerichtet, nennt Sternberger einige der Arbeiten der Helfer. Der neuen Fliesenboden ist von einer Fachfirma verlegt worden. Die Musiker haben jetzt rund 180 Quadratmeter zur Verfügung, es gibt neben dem großen Proberaum einen Kopierraum und eine Küche. Für die Musiker war im Sommer zum Teil Doppel-Einsatz gefragt: „Nebenbei hatten wir ja noch die normalen Auftritte zu absolvieren“, sagt Sternberger. Also hieß es: Samstag im Blaumann auf der Baustelle, Sonntag in Auftrittskleidung auf der Bühne. Im Außenbereich sei auch schon vieles gemacht worden, einiges haben sich die Musiker noch für nächstes Jahr aufgehoben. Einen Wunsch haben die Musiker noch: „Wir wollen gerne eine Gewerbeküche einbauen“, sagt Sternberger. Sponsoren oder Unterstützer können sich bei ihm melden. Wie berichtet, hatte der Rauch- und Schießclub das Heim zwischen 1981 und 1985 errichtet, zuletzt war ein Gastronom im Heim. Das Gelände, auf dem das Heim steht, gehört der Gemeinde. (snr)