Schwegenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mohr und Kreuzer hat einen neuen Geschäftsführer

Die nächste Generation: Günter Mohr (links), Gründer von Mohr und Kreuzer Haustechnik, übergibt die Geschicke der Firma an seine
Die nächste Generation: Günter Mohr (links), Gründer von Mohr und Kreuzer Haustechnik, übergibt die Geschicke der Firma an seinen Sohn Andreas Mohr (rechts).

Seit Anfang 2022 ist Andreas Mohr der neue Geschäftsführer von Mohr und Kreuzer Haustechnik in Schwegenheim. Er folgt auf seinen Vater. Zum Handwerksberuf ist er über Umwege gekommen.

„Grundsätzlich war das nicht geplant“, sagt Andreas Mohr mit Blick auf die Übernahme des väterlichen Handwerkbetriebs. „Ich wollte etwas anderes machen.“ Nach dem Abitur steht für den heute 32-Jährigen daher ein kooperatives Ingenieursstudium in der BASF auf dem Plan. Erst nachträglich entschließt sich Mohr dazu, ins Handwerk zu wechseln. „Ich habe das studiert und gemacht, von dem ich dachte, dass ich das möchte“, sagt der Schwegenheimer. Das Studium sei ihm dann aber zu theorielastig gewesen. Er selbst überzeuge sich lieber in der Praxis davon, ob eine Theorie funktioniere oder nicht. Zudem sei er immer wieder parat gewesen, wenn zu Hause helfende Hände gebraucht werden. „Ich habe immer gerne geholfen und es hat mir Spaß gemacht“, erinnert sich Mohr.

Ausbildung lieber extern

Da er den Betrieb von Kindheitstagen an kennt, sei in ihm der Wunsch herangereift, das Unternehmen fortführen zu wollen. Ende 2012 stand die Überlegung dann auch tatsächlich erstmals zur Debatte. Konkret sei eine künftige Übernahme des Betriebs mit dem Beginn der Ausbildung 2014 geworden. Diese absolviert der Schwegenheimer in Neustadt-Mußbach. „Damit ich nicht im Behüteten bin“, sagt Mohr, hätten sein Vater und er sich auf einen externen Ausbilder geeinigt.

2018, nach dem Ende der Meisterschule, steigt Mohr dann schließlich offiziell in Schwegenheim in den Betrieb ein. Mit der Zeit übernimmt er immer mehr Verantwortung. „Am 1. Januar“, sagt der Handwerksmeister, habe er dann 2022 die Leitung des Betriebes von seinem Vater Günter Mohr übernommen. Der ist stolz, einen der in der Branche begehrten Nachfolger gefunden zu haben und froh, dass das Unternehmen in der Familie bleibt. „Das ist gut für unsere Mitarbeiter und für unsere Kunden, die wissen, dass es für die nächsten 30 Jahre weitergeht“, sagt Günter Mohr, der den Haustechnikbetrieb 1990 gegründet und seitdem aufgebaut hat. Mit Blick auf seinen Sohn fügt er an: „Er kennt den Betrieb und auch die Kunden.“

Dennoch stimme es ihn nachdenklich, nach 32 Jahren die Leitung der Firma abzugeben. „Das ist nicht einfach“, sagt Mohr. „Aber für die Zukunft ist das der richtige Weg.“ Auch wenn er nicht mehr der Geschäftsführter ist, denkt Günter Mohr noch nicht ans Aufhören. „Ich unterstütze weiterhin.“ Eine Umstellung sei es dennoch für ihn gewesen, nicht mehr „der Chef“ zu sein. „Man muss einen Schritt zurückgehen“, sagt der Firmengründer. „Wenn man zuvor etwas im Kopf gehabt hat, dann hat man das umgesetzt. Das geht jetzt nicht mehr.“ Auch der „Neue“ an der Unternehmensspitze, Andreas Mohr, muss sich in die neue Rolle einfinden. „Man ist jetzt eben selbst verantwortlich.“

Gute Auftragslage

An Herausforderungen mangelt es in Zukunft nicht für den frischgebackenen Geschäftsführer. Es gilt Nachwuchs zu finden. „Qualitativer Nachwuchs“, sagt Andreas Mohr, sei schwer zu finden. „Wir hatten bis jetzt Glück, andere haben da mehr Probleme.“ Die Auftragslage passe aber zu dem, was der Betrieb aufgrund der Personalstärke leisten kann. Neben der Sicherung des künftigen Nachwuchses möchte Mohr auch das gute Betriebsklima aufrechterhalten. „Es ist kollegial, angenehm und wir machen privat einige Dinge zusammen“, erzählt der neue Geschäftsführer. „Das Ziel ist es, das so weiterzuführen und die Kunden zufriedenzustellen.“

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