Speyer Moderne Fahrzeuge für den Rettungseinsatz
340.000 Euro hat der Rhein-Pfalz-Kreis in drei moderne Feuerwehrautos investiert. Sie sollen den Einsatzkräften effektiveres sowie sichereres Arbeiten ermöglichen und lösen die teils mehr als 30 Jahre alten Vorgängermodelle ab.
Stationiert sind die neuen Fahrzeuge bei den Wehren in Dudenhofen, Heßheim und Gronau. Die Schlüssel hat Landrat Clemens Körner (CDU) am Freitag bei einem Festakt den Bürgermeistern und Wehrführern offiziell übergeben. „Die standen schon im Haushalt, als ich vor sieben Jahren mein Amt als Landrat antrat“, sagte Clemens Körner. Leider habe der Kauf aus verschiedenen Gründen immer wieder verschoben werden müssen. Mit den neuen Fahrzeugen komme der Rhein-Pfalz-Kreis nun aber seiner gesetzlichen Aufgabe für den Katastrophenschutz n nach. Den Mannschaften, die mit den Fahrzeugen arbeiten werden, wünschte er alles Gute. Für den himmlischen Beistand zeigten sich der katholische Pfarrer Michael Hergl und sein protestantischer Kollege Christian Mundt verantwortlich, sie segneten die Autos. Die Feuerwehrleute hätten manches mit Jesus gemeinsam. „Sie retten Leben und geben manchmal ihres für das anderer“, sagte Mundt. Kreisfeuerwehrinspekteur Patrick Janz erläuterte, wofür die Wagen jeweils eingesetzt werden. Das für 140.000 Euro beschaffte Mehrzweckfahrzeug etwa wird in Gronau stationiert und gehört zum Gefahrstoffzug des Landkreises. Dieser wird zum Beispiel bei Unfällen mit gefährlichen Chemikalien alarmiert. „Das neue Fahrzeug wird mit einem Rollwagensystem betrieben, sprich: immer mit der Ausrüstung gepackt, die vor Ort wichtig ist. So können wir flexibel auf unterschiedliche Szenarien reagieren“, sagte Wehrführer Axel Fischer. Die Gronauer etwa seien dafür zuständig, Chemieschutzanzüge zum Einsatzort zu bringen. Über das neue Fahrzeug ist Fischer heilfroh: „Der Vorgänger ist Baujahr 1983. Er hatte keine Sicherheitsgurte und eine lose Rückbank. Damit auszurücken, war abenteuerlich.“ Bei den zwei Autos handelt es sich um Einsatzleitwagen, die jeweils 100.000 Euro gekostet haben. Eins dieser Fahrzeuge wird bei der Führungsgruppe Nord in Heßheim stationiert, das andere erhält die Führungsgruppe Süd in Dudenhofen. „Sie sind für Großschadensfälle gedacht, wenn also mehrere Gebietskörperschaften von einem Unglück betroffen sind und der Kreis das Kommando übernimmt“, erklärte Janz. Da sie mit modernen Telefonen, Internetzugang und WLAN ausgestattet sind, könnten damit am Einsatzort saubere Kommunikationsstrukturen aufgebaut werden. (mamü)