Tennis
Mixed-Medenrunde kann Spaß für ganze Familie sein
In zahlreichen Sportarten gibt es zunehmend Wettbewerbe für gemischte Mannschaften. Selbst bei weltweiten Veranstaltungen, kürzlich auch bei den Olympischen Spielen in Paris, war diese Entwicklung zu beobachten. Welcher Sportbegeisterte erinnert sich nicht an die fantastische deutsche Triathlon-Mixed-Staffel, die nach einem furiosem Rennen die Goldmedaille gewonnen hat?
Seit einigen Jahren hat auch der Tennisverband Pfalz eine Mixed-Runde eingeführt, an der in diesem Jahr 82 Mannschaften teilgenommen haben. Eingeteilt sind sie in Pfalzliga, A-, B- und C-Klasse mit offener Altersstruktur, den Über-35- und den Über-50-Jährigen. Ein Team besteht aus je zwei Frauen und Männern, die in vier Einzeln und zwei Doppeln spielen.
Vier Teams aus der Region
„Nach Corona entwickelte sich die Mixed-Runde positiv und erfreut sich zunehmend an Beliebtheit“, teilte Norman Kiefer, Mitarbeiter des Tennisverbandes Pfalz, mit. Der Wettbewerb bilde im Wesentlichen das Vereinsgeschehen ab, da jung und alt, leistungsstärkere und schwächere Spieler sowie auch Eltern-Kinder-Paare gemeinsam antreten könnten. Schließlich seien auch die Leistungsklassenpunkte, die sowohl für Einzel- wie auch für Doppel-Erfolge vergeben werden, ein Anreiz.
Vier Teams der Region haben in diesem Jahr daran teilgenommen: der TV Waldsee mit zwei Mannschaften (A-Klasse AK 35, B-Klasse AK 50), der TC Dudenhofen und der TV Schwegenheim (beide C-Klasse, offene AK).
Spielpraxis sammeln
Thomas Varlemann, Vorsitzender des TC Dudenhofen, sah in dem Mixed-Wettbewerb für die beteiligten jungen Spielerinnen und Spieler des Vereins die Möglichkeit, über die allgemeine Medenrunde hinaus am Wettkampfsport teilzunehmen: „Die beiden jungen Teams besitzen noch keine allzu große Spielpraxis. In dem Mixed können diese Spieler weitere Matches unter Wettkampfbedingungen bestreiten und sich dabei weiterentwickeln.“
Positiv äußerte sich auch Lars Imberg, Spielführer des TC Schwegenheim: „Nachdem bei uns nur noch eine Mannschaft an der Medenrunde teilgenommen hatte, wollten wir über die Mixedrunde Mitglieder gewinnen. Einige Passive konnten wir dadurch reaktivieren und auch das Interesse junger Familien am Tennissport und dem Club wecken.“ Die Spielrunde sei in netter Gemeinschaft und entspannter Atmosphäre verlaufen. Auch der sportliche Erfolg mit dem zweiten Rang in der Abschlusstabelle könne sich sehen lassen.
Viel clubinterne Konkurrenz
„Ob Freizeit- oder Leistungstennis, der Tennissport soll in erster Linie Spaß bereiten. Beim Mixed scheint mir der Spaßfaktor noch etwas stärker ausgeprägt, als bei den übrigen Wettspielen“ meinte Thorsten Büchler, Sportwart bei TC Weiß-Rot Speyer. Der Club veranstalte im Rahmen seines jährlichen Prosecco-Cups, dem gesellschaftlichen Höhepunkt im Verein, ein erfolgreiches internes Mixed-Turnier, das den Mitgliedern riesigen Spaß bereite. Die Frage nach einer Teilnahme an dem Mixed-Wettbewerb des Verbandes habe sich, wohl auch aus diesem Grund, praktisch nicht gestellt.
Auch beim TC Römerberg sei das Mixed auf Verbandsebene in dieser Saison kein Thema gewesen. Vorsitzender Richard Oberländer vermutet, dass mit den zahlreichen sportlichen Aktivitäten im Laufe einer Saison eine gewisse Sättigung eingetreten war. Er verweist hierzu auf die Spiele der Medenrunden über mehrere Wochen, clubinterne Einzel-, Doppel- und Mixed-Turniere, offene Leistungsklassen-Wettbewerbe im eigenen Verein sowie bei umliegenden Clubs, die von TCR-Mitgliedern aufgrund ihrer freundschaftlichen, sozialen Kontakte gerne wahrgenommen würden. Oberländer: „Bei alledem war das Interesse an einem weiteren Wettbewerb wohl nicht mehr besonders ausgeprägt.“
Familienspaß in Waldsee
Tina Rutzen, Spielführerin der Über-35-jährigen beim TV Waldsee, fand nur lobende Worte über den Mixed-Wettbewerb: „Die Nachfrage war bei uns riesengroß. Wir haben deshalb versucht, alle, die irgendwie Lust verspürten, einzusetzen. Nicht nur die Geselligkeit stand im Vordergrund, auch der sportliche Effekt kam nicht zu kurz.“ Obwohl es wegen vieler Turniere auf dem Clubgelände nicht immer ganz einfach gewesen sei, die Mixed-Runde durchzuziehen und immer mal wieder improvisiert werden musste, hätten die Spielerinnen und Spieler riesigen Spaß dabei gehabt, auch weil praktisch ganze Familien daran teilnehmen konnten.