Speyer Mit weißer Weste

«SPEYER.» Mit voller Kapelle und neuem Selbstvertrauen nach dem Arbeitssieg gegen den TuS Rüssingen reist Fußball-Verbandsligist FC Speyer 09 gen Mainz. Vor den Toren der Landeshauptstadt wird die Elf von Trainer Ralf Gimmy morgen, Sonntag, (15 Uhr) beim Klassen-Neuling und Tabellensechsten TuS Marienborn antreten.
Nach Startproblemen trumpfte Marienborn mächtig auf, arbeitete sich von der 15. auf die sechste Position vor und liegt mit 39 Zählern vor dem FC, der bisher 37 Punkte eingefahren hat. Mit 59 Treffern besitzen die Gastgeber zudem die zweitstärkste Offensive hinter Tabellenführer SV Gonsenheim. Ihr gefährlichster Angreifer ist Jannik Kern (14 Saisontore), den es auszuschalten gilt. Mit bisher drei Siegen aus den drei Zusammentreffen besitzt der FC gegen den Kontrahenten noch eine weiße Weste. Marienborn hat einen Lauf, blieb bei sechs Siegen und zwei Unentschieden in den zurückliegenden acht Spielen ungeschlagen. Auch im Hinspiel, das der FC dank effektiver Chancenverwertung mit 4:1 für sich entschied, boten die technisch versierten und defensiv kompakten Rheinhessen laut Gimmy eine „bärenstarke Leistung“. Gimmys Co-Trainer Andreas Holdermann hat eine verbesserte Stimmung beim FC registriert. „Mit dem Sieg gegen Rüssingen hat die Mannschaft das vorübergehende Tief wohl durchschritten, wieder Selbstvertrauen getankt und während der kleinen Spielpause ihr Trainingsprogramm konzentriert absolviert“, teilte er mit. Es sei eine große Herausforderung, gegen eine Mannschaft mit solch einem tollen Lauf zu spielen: „Gegen derart starke Gegner macht es aber auch richtig Spaß, das eigene Leistungsvermögen zu testen. Ich bin gespannt, wie stabil wir uns präsentieren“, sagt Holdermann erwartungsvoll. Verletzungsprobleme gebe es im Speyerer Kader nicht. Das Trainergespann könne aus dem Vollen schöpfen. Auch deshalb sieht Holdermann der Partie zuversichtlich entgegen. Sofern jeder Einzelne seine Leistung im oberen Bereich abrufe, bestünden gute Aussichten „etwas mitzunehmen“.