Speyer Mit Geduld zum neuen Pflegedienst

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Monika und Leonte Irimesku haben eine lange Durststrecke hinter sich. Schon vor einem Jahr wollte das Ehepaar eine Seniorentagespflegestätte in der Petschengasse 14 eröffnen (wir berichteten). Heute ist es endlich soweit. Um 10 Uhr öffnet ihr „Haus Lichtblick“ seine Türen für alle Interessierten.

„Wir ziehen das durch“: Das hätten sich sich immer wieder gesagt, wenn Sorgen vor der ungewissen Zukunft sie umgetrieben hätten, beschreibt Pflegedienstleiter Irimesku Höhen und Tiefen in den vergangenen zwölf Monaten. Am 15. Dezember hätten sie die Zulassung erhalten, „Haus Lichtblick“ zu betreiben. Der Vertrag mit der Wohnbaugesellschaft Deutsche Wohnen bestehe seit mehr als einem Jahr, sagt Irimesku. Seitdem zahle er monatlich 500 Euro an den Vermieter. Hinzu seien notwendige Investitionen wie in die Ausstattung der Seniorentagesstätte und für Brandschutzauflagen gekommen. Der frühere Deutsche-Wohnen-Partner Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Vorderpfalz habe keine Brandschutztüren eingesetzt, weist Irimesku auf eine Ursache für die verzögerte Inbetriebnahme hin. Bis zum Vertragsübergang am 1. Dezember 2014 seien die inzwischen barrierefreien Räume unter der Bezeichnung „katholische Bücherei“ an das DRK vermietet gewesen. Wie berichtet, hatte die Wohnbaugesellschaft Mietern der Wohnanlage in der Petschengasse betreutes Wohnen inklusive DRK-Tagesstätte vertraglich zugesichert. Wirtschaftlich sei das Modell weiterhin nur bei kostenloser Raum-Überlassung tragbar, hatte eine DRK-Sprecherin das Betreuungs-Aus für die Mieter im November 2014 erklärt. Gemeinsam mit Ehefrau Monika, Tochter Isabella und Hündin Lola will sich der examinierte Krankenpfleger Irimesku den langgehegten Traum der eigenen Seniorentagesstätte erfüllen. 15 Plätze für Senioren mit oder ohne Pflegestufe stehen an fünf Tagen wöchentlich zwischen 8 und 16.30 Uhr zur Verfügung. Auch den Petschengassen-Mietern stehe die Einrichtung – gegen Entgelt – offen, betont Irimesku. „Haus Lichtblick“ soll pflegende Angehörige entlasten, gegen zunehmende Isolation wirken und stationäre Pflege hinauszögern. Irimesku und seine Ehefrau – ebenfalls Pflegefachkraft mit langjähriger Erfahrung – bieten nach eigenen Angaben neben alltagsorientierter Betreuung unter anderem Gedächtnistraining und Biografiearbeit mit demenziell Erkrankten an. „Gekocht wird gemeinsam“, so Monika Irimesku. Ein Krankengymnast komme ins Haus. Die Irimeskus verstehen ihren Betrieb als Ergänzung, nicht als Konkurrenz bisheriger Einrichtungen in der Stadt. Die meisten seien auf Monate ausgebucht, erklären sie. (kya) Kontakt —Telefon 0176 64375812 —E-Mail: Senta-Lichtblick@gmx.de

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