Speyer Mit dem Rad zur Kerwe

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Das Wetter hat am Freitag- und Samstagabend bei der Kerwe in Berghausen super mitgespielt, die Musik ebenso. Bei der Versorgung sind die Ehrenamtlichen des Fußballvereins (FVB) und der Katholischen jungen Gemeinde (KJG) Berghausen gefordert gewesen. Noch lange ist nicht Schluss. Heute geht`s weiter mit dem traditionellen Mittagstisch, morgen folgt der Ausklang mit der Kerweband.

Der Kennerblick ringsherum entlockt dem FVB-Vorsitzenden Andreas Zimpelmann schon am Freitagabend eine positive Feststellung. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt er mit einem breiten Lächeln. Das ist angesichts der bestens gefüllten Plätze linker- und rechterhand der katholischen Kirche nachzufühlen. Der Zuspruch hält am Wochenende an und die Kräfte hinter Tresen und Speisenausgabe müssen schuften. Souverän und freundlich bleiben sie dabei selbst beim größten Ansturm. Und es sind echte Profis am Werk. „Jemand was ohne Pommes?“, ist ein Ruf aus der Küche des FVB zu hören. Die neue Fuhre Kartoffelstifte muss erst noch im Frittierfett kross werden. Bis das soweit ist, wird die Warteschlange abgebaut. Wer eine Fleischspeise mit Brötchen verlangt, hat jetzt Glück. Das Warten macht nichts aus – oder kaum, je nachdem, wie stark der Magen knurrt. Unterhalten werden die Gäste dabei immerhin bestens. Wo am Freitagabend „Anti Tank Gun“ gespielt haben, sind am Samstag „One Eyed Jack“ zugange. Nebenan, bei der KJG, sieht’s nicht viel anders aus. Die Biertischgarnituren unter den immensen Baumkronen sind in Beschlag genommen, nicht nur von Besuchern aus Römerberg, sondern auch von außerhalb. Viele haben das gesellige Treiben als Ziel eines Schön-Wetter-Ausflugs genutzt, wie zahlreiche abgestellte Räder rings um den gesperrten Kerwe-Bereich erahnen lassen. Gut Ding will Weile haben, heißt der Leitspruch auch bei der katholischen Jugend. Vor allem, wenn es sich um den Flammkuchen dreht. Der wird auf jede Order hin frisch zubereitet. Kein Problem für den jeweiligen Ofen-Meister. Nur eine Frage wird durch eine Stimme hinter dem abgeschirmten Backbereich ins Freie geworfen: „Wie soll ich den schneiden?“ Per Handzeichen weist eine Helferin den Kollegen auf die richtige Technik hin. Die Theorie fruchtet nicht ganz, das praktische Beispiel umso besser. Ab sofort läuft nicht nur die Ausgabe von Schnitzel, Pommes und Krautsalat problemlos. Die „Rockkapelle“ hat „FineRIP“ am Samstagabend im „Keerschegaade“ abgelöst. Beide dienen der KJG ebenfalls als Stimmungsgarant und sorgen für gut gelauntes Publikum. Obgleich die Kerwe auf überschaubarem Raum und nur von zwei Vereinen (aus)getragen wird: die Atmosphäre ist sehr gut. Genau die zieht die Menschen an und lässt sie verweilen, selbst wenn es am Ausschank mal länger dauert. Nicht von der Hand zu weisen ist dennoch: Ein Verein mehr wäre nicht zum Schaden der traditionellen Fest-Konstante. |xsm

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