Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Messe-Anbieter: Zwei Jahre Wartezeit für Neubau

Und aufs Haus kommt dann Solartechnik: Petra und Joachim Benz informieren sich bei Christiane Reisinger-Rieser über Angebote.
Und aufs Haus kommt dann Solartechnik: Petra und Joachim Benz informieren sich bei Christiane Reisinger-Rieser über Angebote.

Mehr als 40 Aussteller haben am Wochenende in der Eventhalle Hangar 10 des Technik-Museums Speyer über „alles rund ums Haus“ informiert. Traditionell ist der Neubau und der Verkauf von Immobilien ein Schwerpunkt der Messe „Mein Zuhause!“. Veranstalter ist die Mattfeldt & Sänger Marketing und Messe AG aus Kempten im Allgäu, organisiert hat die Schau Svenja Munz.

„Die Anzahl von rund 40 Ausstellern passt gerade in Corona-Zeiten gut in die Eventhalle. Die Gänge sind breit genug, damit die Besucher sich mit ausreichend Abstand unterhalten können“, sagte Svenja Munz der RHEINPFALZ. Auch mit der Anzahl der Gäste von circa 2000 zeigte sie sich zufrieden. Die Organisatorin lobte die Mitarbeiter des Technik-Museums für die gute Zusammenarbeit.

Gleich im Foyer konnten sich Besucher an der „Expóse-Wand“ über Häuser und Wohnungen informieren, die zum Verkauf stehen. Alte und „mittelalte“ Objekte in der Region waren in der Mehrzahl – mit „gesalzenen“ Preisen. Neben Sparkasse und Volksbank war als dritter Immobilien-Anbieter die Firma Asconda aus Karlsruhe bei der Messe vertreten.

Kapitalanleger auf der Suche

„Wir haben ausschließlich Objekte im Angebot, die nicht frei am Markt gehandelt werden“, teilte Real-Estate-Consultant Mario Sesterheim von Asconda mit. Die Nachfrage von Kunden, die ihr Kapital anlegen wollten, sei groß. Bei der Messe „Mein Zuhause!“ ist das Karlsruher Unternehmen erstmals dabei, sagte Sesterheim.

„Wir bauen ungefähr 1600 Häuser im Jahr. Die Wartezeit bis zum Baubeginn beläuft sich aktuell auf zwei Jahre“, informierte Konrad Diedrich von Kastell Massivhaus, einem Tochterunternehmen der Schwörer Gruppe (Hohenstein-Oberstetten bei Reutlingen). Kastell, der Fertighaus-Spezialist für individuelle Lösungen und Messe-Stammteilnehmer, habe erst jüngst fünf Passivhäuser in Walldorf gebaut, weitere würden geplant. Als „ökologischer Baustoff“ komme Blähton zum Einsatz, teilte Diederich mit.

Hohe Energiestandards gefragt

Eine „verlorene Schalung“ mit dem Kunststoff Neopor setzt die Firma Argisol aus Obersülzen bei Grünstadt ein, um hohe bis sehr hohe Energiestandards für Wohnhäuser zu erreichen. „In den Hohlraum zwischen dem Neopor wird Beton gefüllt. Mit einer Gesamtwandstärke von 35 Zentimetern erreichen wir so einen U-Wert von 0,15“, sagte Geschäftsführer Andreas Nitsche in Speyer.

Ebenso wie Argisol stellt die Firma Dürr Massivhaus zum zweiten Mal bei „Mein Zuhause!“ aus, wie Hausberater Michael Hedrich mitteilte. „Wir hatten bereits am Samstag mehrere Besucher, mit denen wir Termine vereinbarten“, sagte er. Das Familienunternehmen aus Eggenstein-Leopoldshafen arbeite mit regionalen Handwerkern zusammen, was relativ kurze Lieferzeiten ermögliche.

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