Speyer Meister Berghausen verzichtet auf Aufstieg

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RÖMERBERG. Obwohl die Frauenmannschaft des FV Berghausen ohne Punktverlust ungefährdet die Meisterschaft der Landesliga Südwest gewonnen hat, tritt sie in der nächsten Saison nicht in der nächsthöheren Klasse, der Verbandsliga, sondern wieder in der Landesliga an.

Gründe, sagte Spielleiterin Dana Burkard im Gespräch mit der RHEINPFALZ, seien vor allem finanzielle Schwierigkeiten: „Der Spielbetrieb würde viel teurer werden, hauptsächlich durch weite Fahrten zu den Auswärtsspielen.“ Außerdem sei der Kader in der kommenden Runde mit gerade einmal 17 Spielerinnen nicht sehr groß, meinte Funktionärin Burkard. Des Weiteren stünden einige Fußballerinnen kurz vor dem Abitur oder seien, wie jetzt schon voraussehbar, oftmals beruflich verhindert. Trotzdem bleibt als Zielvorgabe, auch mit größerem Aufgebot in der übernächsten Spielzeit, wie Burkard mitteilte: „Wir wollen nächstes Jahr wieder die Meisterschaft. Dann können wir uns auch die Verbandsliga leisten.“ Der diesjährige Titel in der neugegründeten Landesliga stand für Berghausen alles andere als auf dem Plan:„Unser Wunsch war, im oberen Drittel der Tabelle zu landen“, berichtete Burkard. Denn der FV stellte einen qualitativ guten Kader mit sehr vielen erfahrenen, aber auch jungen Spielerinnen von den eigenen Unter-17-Jährigen. Doch dann gewann der FV Berghausen alle 16 Partien bei einem Torverhältnis von 90:12. Die Stärke des FV bildeten ein starker Zusammenhalt und eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer sehr guten Offensive sowie Defensive. „Ich habe ab dem ersten Rückrundenspiel in Speyer an die mögliche Meisterschaft geglaubt. Dieses war mit Sicherheit das schwerste, aber auch eines der schlechtesten Spiele unserer Truppe“, sagte die Römerbergerin über den 2:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des FC. Aber auch das Rückspiel gegen den Tabellenzweiten FV Freinsheim erwies sich als richtungsweisend, da die Rot-Schwarzen durch den 13:1-Erfolg den Abstand auf den direkten Konkurrenten ausbauten. Zudem gewann Berghausen den Kreispokal und die Hallenmeisterschaft. „Das ist definitiv mein erfolgreichstes Jahr in Berghausen, sowohl als Spielerin als auch als Spielleiterin. Das einzige, was man noch verbessern könnte, ist die Bereitschaft, zu trainieren“, meinte sie lachend. Glück besaß Berghausen dieses Jahr auch mit der Gesundheit seiner Spielerinnen, weil sich keine ernsthaft verletzte. Laura Kerstan und Alina Hoppe verlassen aus beruflichen Gründen die Narrenbergerinnen. Dafür kehrt Marlene Gard zum Team zurück. Mit Nadine Christ wechselt eine Torhüterin vom FC Speyer zum FV. Zwei weitere Zugänge seien absehbar. So versucht der Verein schon jetzt, mit Blick auf die übernächste Spielzeit einen größeren Kader für die eventuelle spätere Teilnahme an der Verbandsliga aufzubauen. Bei dieser Planung legen die Verantwortlichen wie bisher Wert auf die Erfahrung der ehemaligen Regionalliga-Spielerinnen und eine Mischung aus Jung sowie Alt als Schlüssel zum Erfolg auch in den kommenden Jahren. Die neue Saison der Landesliga Südwest beginnt Ende August. Einen Monat vorher startet das Training der Mannschaft. Einige Testspiele sind im Vorfeld auch schon geplant. Ein Höhepunkt aber steht dem FV Berghausen noch bevor: Am Freitag, 11. Juli, 18 Uhr, steigt die Meisterfeier mit Vertretern des Südwestdeutschen Fußballverbands. Burkard: „Eingeladen ist jeder, der kommen und mit der Mannschaft feiern will.“

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