Speyer Mehr Strom, mehr Bäume, mehr Ufer

Einiges erreicht: Das Woogbachtal wurde als positives Beispiel für Freiraumgestaltung angeführt.
Einiges erreicht: Das Woogbachtal wurde als positives Beispiel für Freiraumgestaltung angeführt.

Wie freie Räume und Flächen in den Speyerer Stadtteilen bürgergerecht genutzt werden können, wird seit gestern bei öffentlichen Stadtrundgängen untersucht. Anwohner sind mit Vertretern der Stadt und des Planungsbüros AGL Saarbrücken unterwegs. Auftakt war nachmittags in Speyer-West, heute geht es in anderen Stadtteilen weiter.

Das Dutzend Interessierter, das sich am Ausgangspunkt Berliner Platz eingefunden hatte, bestand in erster Linie aus Funktionären, die in Politik und Initiativen tätig sind. Reger Austausch fand dennoch statt. So gab es viel Lob für bereits Geleistetes, aber auch Verbesserungswürdiges wurde beim Namen genannt. Den vor einigen Jahren umgebauten Berliner Platz bewerteten die Teilnehmer positiv. Ein Manko, das erkannt wurde, nannte Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU): „Der Bereich Strom, Wasser, Abwasser hätte anders überlegt werden sollen.“ Die jetzige Situation sei unzureichend angesichts der vielen Aktivitäten auf dem Platz. In Vorbereitung sei die Einrichtung einer E-Mobil-Station samt Carsharing. Irmgard Münch-Weinmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, wiederholte ihr Ansinnen aus der Umgestaltungszeit des Platzes: mehr Bäume, mehr Schatten. Aufgrund der Oberflächenversiegelung und notwendiger Leitungen waren zusätzliche Bäume unmöglich gewesen. Sie forderte die Suche nach Alternativen. Ein positives Signal sendete AGL-Vertreterin Christine Schaal-Lehr im Woogbachtal aus: „Hier ist schon viel passiert.“ Es seien vorbildliche Anlagen mit Spielflächen entstanden. Der städtische Grünflächenplaner Steffen Schwendy berichtete von ganz unterschiedlichen Nutzergruppen. Potenziale sah er auch bei anderen Bachläufen in der Stadt. Diese zu verschwenken wäre „ein schönes Beispiel, wie man einen Zugang zum Wasser schaffen kann“, ordnete Schaal-Lehr ein. Nach öffentlichen Grillplätzen fragte Nadine Gärtner von dem Verein Inspeyered. Eine hohe Vandalismusquote habe dazu geführt, dass einige nicht weiter gepflegt würden, merkte Eger dazu an. Schwendy ergänzte die Problematik fehlender sanitärer Anlagen. Auch Themen wie Hundekot und störende Wurzeln auf Radwegen wurden angesprochen. Drei Stunden war die Gruppe unterwegs, steuerte auch die Woogbachschule an. „Wir wollen die Ohren öffnen für die Bewohner und ihre Anliegen. Diese Bestandsaufnahme nehmen wir mit in die weitere Planung“, so Schaal-Lehr. Termine Weitere Stadtrundgänge heute, Samstag, 10 bis 12 Uhr, Speyer-Nord (ab Bushaltestelle am „Wäldchen“, Waldseer Straße), 13.30 bis 15.30 Uhr, Speyer-Mitte und -Ost (Alla-hopp-Anlage, Eduard-Orth-Straße).

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