Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Mechtersheims Derbypleite gegen Arminia Ludwigshafen „maximal bitter“

Typisch für die ersten 20 Spielminuten: Drei Mechtersheimer, hier (von links Oskar Wolf, Leander Helbig und Nicolas Kortus) lauf
Typisch für die ersten 20 Spielminuten: Drei Mechtersheimer, hier (von links Oskar Wolf, Leander Helbig und Nicolas Kortus) laufen einem Ludwigshafener, in dem Fall Torschütze Noah Maier, und dem Ball hinterher und haben keinen Zugriff.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kam am Freitag nur eine Mannschaft schnell in Fahrt. Bis die andere warmgelaufen war, war der Zug schon abgefahren. Mechtersheim unterliegt Arminia Ludwigshafen.

Auch eine knappe Heimniederlage bleibt eine Niederlage. Dabei spielte der TuS Mechtersheim mindestens eine Stunde gleichwertig, wenn nicht sogar phasenweise besser, als der Gegner aus Ludwigshafen. Am Ende aber hieß es 2:1-(2:0) aus Sicht der Arminia.

Dabei legten die Chemiestädter im so genannten Kellerduell richtig stark los, den Männern um Trainer Chris Chorrosch war wohl kalt an den Beinen, denn sie gaben in den ersten 20 Minuten läuferisch alles, um schnell warm zu werden. So stand es eben auch nach 20 Minuten bereits 2:0 für den Gast aus Ludwigshafen. Noah Nikita Maier (13.) und Adnan Rizvanovic (16.) waren für die Arminia erfolgreich. Es waren die Saisontore 25 und 26 für die Arminen.

Erwärmendes von Saravanja

Mechtersheim hatte indes noch nicht den „Wir-spielen-auch-mit“-Schalter umgelegt, lief bis zur Zwei-Tore-Führung sprichwörtlich Ball und Gegner hinterher. Erst nach einer guten halben Stunden fand auch der TuS an der heimischen Kirschenallee endlich statt. Ganz zur Freude der Fans, denn es war ziemlich kalt am Sportplatz und die Stimmung bis dato ebenso eisig. Auf dem Feld war es immer wieder Mittelfeldmann Everest Sulejmani, ein feiner Techniker, der versuchte mit schnellem Umschaltspiel seine Truppe nach vorne zu treiben. Aber bis zur Halbzeit blieb es beim bitteren 0:2.

Den 178 Gästen in Römerberg wurde in der Pause Glühwein geboten, immerhin sollte hier etwas Wohl aufkommen. Dann gab es aber auch spielerisch etwas Erwärmendes auf dem Spielfeld, zumindest aus Sicht der Heimmannschaft: Josip Saravanja markierte in der 66. Minute den verdienten Anschlusstreffer für die Mechtersheimer. Der gute Schiedsrichter Veron Besiri leitete souverän, zückte drei Gelbe Karten, allesamt für die Hausherren. Die Arminia kam mit dem tiefen Platz gegen Ende nicht so gut zurecht, musste immer wieder die schnellen Angriffe der Gastgeber blocken und hatte dann tatsächlich etwas Glück, am Ende die drei Punkte mit Richtung Heimat nehmen zu dürfen. Hier zeichnete sich Arminias Schlussmann Kevin Urban mit guten Paraden mehrfach aus.

Urban rettet für Arminia

„Maximal bitter“, sagte TuS-Trainer Jürgen Kramny nach Spielende. Er sah seine Mannschaft ab der 20 Minute „voll da“, wie der ehemalige Fußball-Profi betonte. Sein Team habe die zweite Hälfte dominiert und hätte einen Punkt mehr als verdient gehabt, so Kramny. Sein Kollege Chorrosch sah es ähnlich, am Ende sei es einigermaßen glücklich gewesen, dass es beim knappen Sieg für seine Armina blieb. Mechtersheim habe viel Druck gemacht und vor allem Keeper Urban und den starken Anfangsminuten sei Dank, dass es langsam aus dem Keller des Tableaus in Richtung Mittelfeld gehe. Ludwigshafen klettert nämlich mit dem Auswärtssieg auf den zwölften Tabellenplatz, hat nun 19 Punkte auf dem Konto. Mechtersheim dagegen bleibt zumindest tabellarisch unten drin stecken, zählt weiterhin 17 Punkte auf der Habenseite und rangiert auf dem 15. Platz. Auch das Torverhältnis des TuS ist nicht das beste, 25 Tore sind die Römerberger aktuell im Minus.

Am Samstag beendet Mechtersheim das Fußballjahr 2024 bei der Fahrt in die Nibelungenstadt, dort wartet der Tabellenachte Wormatia Worms. Das erste Heimspiel 2025 findet erst im März statt, der FK Pirmasens ist dann zu Gast in der Vorderpfalz.

x