Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Maximilianstraße: Bisherige Bänke sollen teilweise erhalten werden

Auch für die Maximilianstraße: Bänke nach dem Vorbild des Geschirrplätzels.
Auch für die Maximilianstraße: Bänke nach dem Vorbild des Geschirrplätzels.

Die Stadtverwaltung hat ihre Pläne für neue öffentliche Sitzbänke in der Maximilianstraße konkretisiert. Bisherige Exemplare sollen nun doch zumindest teilweise weiterleben.

Hintergrund ist, dass die eigens für Speyer gestalteten Bänke aus der Zeit des Maximilianstraßen-Umbaus Ende der 1980er-Jahre in keinem guten Zustand mehr sind. Die Stadt hatte 2024 den Austausch gegen Modelle im Stil des Geschirrplätzels angekündigt. Kritisch hatte sich dazu der an der damaligen Umgestaltung beteiligte Architekt Stephan Böhm geäußert: „Die Stadtmöblierung wie Bänke ist natürlich Bestandteil des Gesamtbildes und als solche bedeutsam.“

Nun hat die Stadtverwaltung angekündigt, nur die an Hauswänden stehenden Bänke im Bereich zwischen Stadthaus und Alter Münz durch Geschirrplätzel-Modelle mit Rücken- und Armlehne zu ersetzen: vor dem Rathaus, dem Bürgerbüro, zwei Standorte vor der Maximilianstraße 99 und vier vor der Polizei. Lieferzeit: zehn Wochen. Die restlichen Hockerbänke ohne Lehne zum Altpörtel hin sollen – entgegen den ursprünglichen Plänen – nur aufgearbeitet werden: mit neuem Holz und den vorhandenen Steinsockeln in erhöhter Form.

Ein Speyerer Steinmetzbetrieb sei beauftragt, den Bestand auf eine „akzeptable Sitzhöhe“ zu bringen. Auch der Denkmalschutz spreche dabei mit. Etwas vorzuzeigen gebe es noch nicht, so die Verwaltung auf Anfrage: „Die Denkmalschutzbehörde ist noch im Austausch mit dem Steinmetzbetrieb, um die bestmögliche Methode zu verwenden. Die Arbeiten werden im Laufe des Jahres erfolgen, ein Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest.“ Erhöhte Bänke wie an der Stirnseite des Stadthauses zum Dom hin seien nicht geplant: „Wir wollen nicht nochmals zusätzliche Banktypen in der Maximilianstraße“, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). Die dortige Bank hatte die Awo gespendet, was laut Seiler ein Modell für andere Orte sein könnte.

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