Speyer Mannschaften bilden ist schwer

Umarmung: Giole Singh (rechts) aus der IGS Speyer kämpft gegen Marek Martinson aus Hambuch.
Umarmung: Giole Singh (rechts) aus der IGS Speyer kämpft gegen Marek Martinson aus Hambuch.

«Speyer.» Mit der Integrierten Gesamtschule Georg-Friedrich-Kolb und dem Hans-Purrmann-Gymnasium waren gestern nur zwei Speyerer Lehreinrichtungen beim Finale des Landesentscheids zu Jugend trainiert für Olympia im Judomaxx vertreten. Zufrieden waren die Teams aber mit ihren zweiten und dritten Plätzen in ihren Wettkampfklassen. Als Favorit war das Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern angetreten, das auch in drei Wettkämpfen den Sieg holte.

Die geringe Speyerer Beteiligung machte Hauptorganisator Michael Görgen-Sprau daran fest, dass nur die IGS eine regelrechte Judo-Arbeitsgemeinschaft aufweist. „Die restlichen Vereinsjudoka sind auf alle anderen Schulen verteilt, und in diesem Jahr war es schwierig, die passenden Sportler für Alters- und Gewichtsklasse zu bekommen“, erklärte er. In den vergangenen Jahren stellte unter anderem das Schwerd-Gymnasium noch mehrere Mannschaften. Schwieriger als beim Fußball sei das Zustandekommen eines Judo-Teams aufgrund bestimmter Vorgaben, ergänzte Görgen: „Ein halbes Jahr Judo-Training, eine Gürtelprüfung und die passende Gewichtsklasse.“ Dass die Faktoren oftmals eine Hürde darstellen, zeigte sich diesmal bereits früh. „Anders als sonst gab es keine Vorrunde im Landesentscheid“, informierte Görgen. Der Grund auch hier: mangelnde Sportlerzahlen. „Es treffen oft Welten aufeinander“, kommentierte der Verantwortliche das Geschehen auf den Matten. Bei diesem trafen Leistungssportler im Finale nun auf Schulsportler. Ehrgeiz und Können sprach Görgen dennoch allen Teilnehmern des Landesentscheids zu. Besonders spannend entwickelte sich der Kampf der weiblichen Wettkampfklasse III, standen sich dort doch das Elite-Zentrum des Judo, das Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasium, und das Goethe-Gymnasium Bad Ems gegenüber. Die Fahrt nach Berlin, für die alle Mädchen gleichermaßen engagiert kämpften, entschied Bad Ems für sich – das einzige Mal unterlag Kaiserslautern an diesem Mittag. Den dritten Platz belegten die Mädchen des Hans-Purrmann-Gymnasiums Speyer in der Wettkampfklasse III. Die Jungen der IGS nahmen zweite Ränge in den Wettkampfklasse III und IV ein. Die IGS-Mädchen teilten sich Position drei in der Wettkampfklasse IV mit der Grundschule Uersfeld.

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