Speyer „Möchten Wohlfühlclub für alle Mitglieder“

Quereinsteiger: Thomas Varlemann, gelernter Tischtennisspieler, ist nun Tennis-Vorsitzender.
Quereinsteiger: Thomas Varlemann, gelernter Tischtennisspieler, ist nun Tennis-Vorsitzender.

Seit drei Monaten ist Thomas Varlemann als neuer Vorsitzender des Tennisclubs Dudenhofen im Amt. Über erste Erfahrungen, seine mittelfristigen Ziele und Vorstellungen sprach der 44-Jährige mit Manfred Scherer.

Warum haben Sie kandidiert?

In meiner sechsjährigen Tätigkeit als Kassenwart konnte ich mir einen Überblick über die Finanzen und über andere Bereiche verschaffen. Zudem habe ich mich in den zehn Jahren meiner Vereinszugehörigkeit immer sehr wohlgefühlt. Nachdem ich von Mitgliedern darauf angesprochen wurde, ist mir die Zusage leicht gefallen. Den letzten Tick gab allerdings meine Frau Katrin, ohne deren Rückendeckung und Unterstützung ich diesen Job nicht angenommen hätte. Es gab eine Kampfabstimmung, eine ungewöhnliche Situation? Wir hatten dieses Luxusproblem im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, bei denen sich kaum jemand für die Übernahme eines Ehrenamtes, speziell des Vorsitzes, zur Verfügung stellt. Das Thema ist abgehakt, zwischen dem damaligen Gegenkandidaten und mir gibt es keine Probleme. Wie sehen Sie die bisherige und künftige Zusammenarbeit im Vorstand? Für mich steht Teamarbeit im Vordergrund. Ich möchte alle wesentlichen Entscheidungen im Gesamtvorstand gemeinsam und möglichst einvernehmlich treffen. Für besonders wichtig halte ich auch die Arbeit des Teams unter der Vorstandsebene, sprich Beiräte, Jugendwart, Platzwart und einige mehr, ohne deren tatkräftige Unterstützung vieles nicht funktionieren würde. Ist Mitgliederrückgang ein Thema? Die Mitgliederentwicklung ist auch bei uns ein wichtiges Thema. Wir bemühen uns um Neumitglieder und freuen uns über jeden Neuzugang. Die Mitgliederzahl halte ich zwar für wichtig, sie ist aber nicht das alleinige Kriterium. Die Zufriedenheit aller hat für mich hohe Priorität. Was sind die vorrangige Aufgaben? Zunächst das weitere Zusammenfinden und Zusammenwachsen des Vorstandsteams. Im Vordergrund standen bis jetzt die inzwischen beendeten Medenrundenspiele. Die Überarbeitung unserer Satzung sowie die Platzsanierung sind weitere ins Auge gefasste Projekte. Wie stehen Sie zu Spielgemeinschaften? Im aktiven Bereich sind wir bemüht, eigene Mannschaften zu bilden. Jugendspielgemeinschaften stehe ich wegen der ausgeglichenen Leistungsstärke und dem erhöhten Lerneffekt offen gegenüber. Selbst beim Fußball, der Sportart Nummer eins in Deutschland, nehmen die Spielgemeinschaften zu. Diesem Trend wollen und können auch wir uns nicht verschließen. Welche Bedeutung hat für Sie der Mannschaftssport? Mannschaftssport hat einen hohen Stellenwert, was unsere erfolgreichen Teams beweisen. Mit den Fünfundsechzigern besitzen wir nun sogar einen Südwestligisten. Wir verstehen uns als Sportverein, der auch vom Wettkampf lebt. Deshalb halte ich möglichst viele Mannschaften für wichtig, auch weil dadurch der Teamgedanke und die Bindung der Mannschaftsmitglieder untereinander sowie zum Club gestärkt wird. Welche Möglichkeiten haben Nichtmannschaftsspieler im TC Dudenhofen? Unsere seit zwei Jahren bestehende Freizeitspielergruppe und alle anderen, die in keiner Mannschaft mitwirken, fördern und unterstützen wir mit all unseren Möglichkeiten. Senioren treffen sich dreimal wöchentlich zum Tennisspielen. Wie sieht es mit den Finanzen aus? Eine gesunde finanzielle Struktur liegt mir als Bankkaufmann besonders am Herzen, und die passt bei uns. Auf finanzielle Abenteuer werde ich mich auch künftig nicht einlassen. Sind die früheren Vorsitzenden noch in das Clubgeschehen eingebunden? Mit Klaus Lampe hatte ich bereits einen Erfahrungsaustausch. Die weiteren früheren Vorstände habe ich zu einem ersten Kontaktgespräch eingeladen. Ihre Meinung und ihre Erfahrung sind mir wichtig. Was sind Ihre Ziele? Die sportliche Entwicklung im Erwachsenen- und Jugendbereich sehe ich als wichtigen Baustein. Das Clubleben weiter fördern, insbesondere was den Wirtschaftsdienst in unserem selbst bewirtschafteten Clubhaus betrifft, gesellige Veranstaltungen organisieren und einfach einen Wohlfühlclub für alle Mitglieder anbieten. Wir besitzen eine der schönsten Anlage im Umkreis, was uns schon viele Gäste bestätigt haben. Diese zu pflegen und zu erhalten liegt mir sehr am Herzen. Viel Luft nach oben gibt es bei der Partner- und Sponsorensuche. Nicht alles umzukrempeln, aber vieles offen und kritisch zu hinterfragen, habe ich mir vorgenommen. Haben Sie auch einen Wunsch an die Mitglieder? Vertrauen, ein wenig Geduld sowie offenen und harmonischen Umgang miteinander. Und dass die Mitglieder bereit sind, etwas Eigenverantwortung zu übernehmen und sich einbringen, soweit dies notwendig erscheint.

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