Badminton
Louis Stemski und Anna Höh vom ASV Waldsee bei der DM
Louis Stemski (12) und Anna Höh (11) sind zwei aufstrebende Badminton-Talente des ASV Waldsee. Spitzensportlerin Leona Michalski spielt dabei eine große Rolle. Anna Höh braucht vor allem eines: Disziplin. Das Mädchen wohnt in Kaiserslautern, geht dort zur Sportschule und kommt dennoch regelmäßig zum Training in die Rheinauenhalle nach Waldsee.
Die Verbindung dorthin entstand durch ihre Mutter. „Sie hat hier Badminton gespielt. Ich kam irgendwann in die Halle, hab mitgemacht, und mir hat es gleich Spaß gemacht“, erinnert sich die Schülerin. Über den Spaß hinaus geht das Training schon längst. Durch Kontinuität und nicht zuletzt durch den persönlichen Ehrgeiz schaffte es Höh zur deutschen Meisterschaft der Unter-13-Jährigen nach Gera.
Stemskis Weg
Den gleichen Weg schlug Louis Stemski ein. „Ich war vorher auf vielen Verbandsmeisterschaften im Einzel, Doppel und im Mix. Dort konnte ich mich für die Südwestmeisterschaft qualifizieren“, zeigt er den langen Weg auf, den er bis zur DM zurücklegte. Die war für Louis in erster Linie „sehr aufregend“. Die Matches verlor der Badmintonspieler zwar alle, aber die Erfahrungen, die er sammelte, nimmt ihm keiner mehr.
„Das ist ein sehr großes Turnier. Das Beste, was es gibt“, spricht Louis begeistert über die DM. Nicht weniger Eindruck hinterließ die Atmosphäre in Gera bei Anna Höh. „Zum ersten Mal habe ich Spiele mit Schiedsrichtern erlebt. Das war für mich etwas Besonderes“, erklärt sie. Stolz ist Anna, ihre Gegnerin im Einzel geschlagen zu haben.
Höh am Ziel
„Das war tatsächlich mein Ziel, auf das ich hin trainiert habe“, betont sie. Recht zufrieden ist die junge Sportlerin mit ihrer Leistung. Hundert Prozent gibt sie sich aber nicht: „Ich habe viele Fehler gemacht.“ Im Doppel gewann Höh nur das erste Spiel. Nach der DM ist für die beiden ASV-Aktiven vor der DM. Denn da wollen beide wieder hin.
Was dafür zu tun ist, weiß Anna: „Ich muss bei den anderen Turnieren gut spielen und viel trainieren.“ Jeden Tag steht sie dafür ein- bis zwei Mal in der Halle. An einigen Sachen gilt es zu arbeiten: im Hinterfeld besser an die Bälle kommen oder diese lang schlagen unter anderem. Wie das gehen kann, weiß Anna von Leona Michalski.
Die ist Spitzenspielerin und das Vorbild des Mädchens. „Von ihr habe ich viele Trikots. Außerdem kann ich von ihr Laufwege und Taktiken abschauen“, verrät Anna. Louis denkt ebenso an die DM – aber erst im zweiten Schritt. „Mein Ziel ist erst mal wieder die südwestdeutsche Meisterschaft“, sagt er. Dafür geht er vier Mal pro Woche in der Rheinauenhalle ans Netz. „Das ist anstrengend, aber es lohnt sich“, versichert der Schüler am Speyerer Kaiserdom-Gymnasium.