Speyer Lions-Club: Schwerd-Preis verliehen ohne Feierstunde
Dass die Preisträger motiviert sind, das haben die Club-Beauftragten um Günter Kirchberg bei der Auswahl der Preisträger schnell festgestellt. Umso mehr bedauerten sie, dass aufgrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens auf eine feierliche Übergabe der Preise verzichtet werden musste. Dabei hätte der Serviceclub eigentlich gerne ein Jubiläum angemessen begangen: „Geplant war eigentlich eine große Feierstunde unter dem Motto 20 Jahre Schwerd-Preis des Lions-Clubs, zu dem der wir auch ehemalige Preisträger einladen wollten“, berichtet Günter Kirchberg.
Der ehemalige Leiter des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien ist für die Vergabe des Preises verantwortlich, mit dem die Lions besonders leistungsstarke und engagierte Schüler der Sekundarstufe II an Speyerer Schulen fördern möchten. Er hofft nun, dass zum 25-jährigen Schwerd-Preis-Bestehen umso ausgiebiger gefeiert werden kann. Die Fördersumme in den zwei Jahrzehnten belief sich auf fast 40.000 Euro. „Wir wollen damit die Preisträger bei ihrem erhöhten Finanzbedarf für Bücher, Computer, Programme und anderes unterstützen“, so Kirchberg.
Keine Auswahlgespräche
Mit Kenan Deniz und Henning Vollrath konnte er in diesem außergewöhnlichen Jahr keine sonst üblichen Auswahlgespräche führen. Die Clubbeauftragten entschieden auf der Grundlage der Schulgutachten und Zeugnisse. Den mit 500 Euro dotierten ersten Preis erkannten sie David Sauer vom Gymnasium am Kaiserdom zu. Er zeichnet sich nicht nur durch sehr gute schulische Leistungen aus, sondern ist auch im Schulsanitätsdienst, als Streitschlichter und Jahrgangssprecher engagiert. Seit 2018 studiert David Sauer im Frühstudium Molekulare Biotechnologie.
Den zweiten Preis (400 Euro) vergaben die Lions dreimal. Lisa-Maria Gruber vom Edith-Stein-Gymnasium zeichnet sich durch ihre Noten ebenso aus wie durch ihre außerschulischen Tätigkeiten, etwa im Jugendstadtrat Schifferstadt und in der Flüchtlingshilfe bei „Young Caritas“.
Maciej Harasymczuk, der das Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium besucht, wird außer für seine konstant herausragenden Leistungen auch als reflektierter, kritischer Geist und als zuverlässiger Partner geschätzt.
Leistungsanreiz
Sophie Hyllus vom Nikolaus-von-Weis-Gymnasium komplettiert das Trio der Träger des zweiten Schwerd-Preises. Ihre besondere Begabung liegt im sprachlichen Bereich, die die Grundlage für ihr Interesse an kulturellem Austausch bildet, etwa an der Deutschen Auslandsschule Warschau. Sanitätsausbildung und Ferienbetreuung sind weitere Betätigungen von Hyllus.
Den dritten Preis (300 Euro) haben die Lions ebenfalls dreimal vergeben. Er ging an Kai Baumann von der Johann-Joachim-Becher-Schule, Felix Lauer vom Pfalz-Kolleg und an Sidney Scherer vom Hans-Purrmann-Gymnasium. Die drei überzeugten sowohl durch schulische Leistungen und besondere Auffassungsgabe als auch durch soziale Kompetenzen.
Die Preisträger haben ihre Verleihungsurkunden und Schecks jeweils per Post erhalten. Beides soll sie motivieren, weiterhin Herausragendes zu leisten, teilte der Club mit.