Speyer Lindenstraße: Künftig zwei Radwege geplant
Der Radweg an der Großbaustelle Kreisel Lindenstraße/Paul-Egell-Straße hätte eigentlich bis zur Karl-Leiling-Allee beidseitig zurückgebaut und per Schutzstreifen auf die Straße verlegt werden sollen. Das hatte der Stadtrat im vergangenen Mai beschlossen. Weil allerdings später klar wurde, dass nicht nur die roten Pflaster, sondern auch die Betontragschicht hätte getauscht werden müssen, wurde die Sache mit gut 200.000 Euro teurer: eine Ratsmehrheit senkte bei erneuter Abstimmung den Daumen.
Nun hat die Verwaltung eine Alternative erarbeitet: „Das rote Pflaster im Seitenraum der Straße bleibt bestehen, dennoch können auf der Fahrbahn Radfahrschutzstreifen markiert werden“, erklärt eine Sprecherin auf Anfrage. Sprich: Statt einem Radweg sollen künftig zwei in der Lindenstraße verlaufen. Der Seitenraum werde verkehrsrechtlich zu einem „anderen Radweg“, wodurch die Benutzungspflicht entfalle. Radfahrer könnten somit frei entscheiden, „ob sie den Seitenraum oder die Fahrbahn nutzen wollen“. Der neue Sachstand werde noch dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr vorgestellt. Auf die Umsetzung der geplanten barrierefreien Übergänge samt Zebrastreifen am Kreisel habe das keine Auswirkung. Sie könnten genauso kommen wie der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen.