Speyer Liebesinsel: Fassungslos an der Absperrung

Nicht immer beachtet: Absperrungen in Speyer.
Nicht immer beachtet: Absperrungen in Speyer.

In der Corona-Zeit gibt’s in Speyer ein paar Absperrungen mehr als sonst. Unter anderem am Rhein, wo die „Liebesinsel“ genannte Landzunge beim „Franzosendenkmal“ gern angesteuert wird. Derzeit ist das zumindest im Auto nicht möglich – was aber einige nicht zu stören scheint, wie RHEINPFALZ-Leser Axel Elfert mit Verweis auf ein Ereignis am Sonntag betont.

„Die dort aufgestellten Absperrungsgitter sind zum Teil weggeschoben, viele parkende Fahrzeuge stehen davor“, so Elfert. Auf seinem Rückweg sei die Absperrung zwar wieder geschlossen gewesen, ein VW Golf sei dennoch zügig darauf zugefahren und habe daneben versucht, durch das Gebüsch vorbeizukommen. „Dabei touchiert das Auto mit hässlichem Geräusch die Gitterpfosten“, so der Augenzeuge. Der junge Fahrer sei kurz ausgestiegen, habe ein Gitterteil verschoben und sei davongebraust. Die Reaktionen der Umstehenden: „Staunen und Fassungslosigkeit“.

Stadt will kontrollieren

Je mehr Verbote, desto mehr Verstöße – auch diese Tendenz gibt’s leider. Das städtische Ordnungsamt kann dabei nicht immer vor Ort sein. „Grundsätzlich werden die Zufahrtsbeschränkungen an der Liebesinsel aber regelmäßig kontrolliert und Verstöße auch entsprechend geahndet“, betont Lisa Eschenbach, Sprecherin der Stadtverwaltung. Am Wochenende hatte das Personal unter anderem mit einer genehmigten Mahnwache am Dom zu tun und kann keine Einschätzung der Situation am Rhein abgeben. Man bleibe aber wachsam: In der kommenden Woche soll es Kontrollen „quer durch die Bank“ geben.

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