Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Landesgartenschau: In schnellen Schritten zur Superidee

Mögliche Fläche: Beim Kasernensportplatz könnte der Zugang zu einer Landesgartenschau erfolgen.
Mögliche Fläche: Beim Kasernensportplatz könnte der Zugang zu einer Landesgartenschau erfolgen.

Im April soll das Vorkonzept für eine mögliche Landesgartenschau 2026 in Speyer beraten und beschlossen werden, im September das endgültige Bewerbungskonzept. Bis dahin werden auch die Bürger gebeten, sich einzubringen. Die RHEINPFALZ fragt sie schon heute nach Vorschlägen.

Schon begonnen hat – wie berichtet – eine Machbarkeitsstudie. Die Stadt hat damit das Bonner Landschaftsarchitekturbüro Stephan Lenzen und dessen Partner IST beauftragt, die sich am Dienstag, 23. Februar, in der um 17 Uhr beginnenden Onlinesitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Konversion erstmals öffentlich vorstellen. Die Stadt will dann auch über den weiteren Weg zur Bewerbung um die Landesgartenschau in fünf Jahren informieren, für den sie jetzt einen Zeitplan vorgelegt hat.

In der Machbarkeit gehe es zunächst um Chancen und Risiken, Finanzierbarkeit und mögliche Flächen. Die Verwaltung: „Die Flächen im Bereich der Pionierkaserne werden dafür besonders in den Fokus genommen. Wichtig ist dabei, verträgliche Entwicklungsimpulse mit einem grünen Schwerpunkt für das Quartier zu setzen, die Möglichkeiten auszuloten, das Quartier an das Zentrum und die umgebenden Naherholungsgebiete anzubinden.“

Zuerst: Vorkonzept

Bis zur Bauausschusssitzung am 14. April soll ein Vorkonzept erstellt sein, in der Stadtratssitzung eine Woche später soll dieses beschlossen werden. Noch grob – auch angesichts der Corona-Auflagen – äußert sich die Stadt zu Formaten der Bürgerbeteiligung: „Im Zeitraum ,Ostern’ ist ein Bürgertermin ins Auge gefasst, der vor Ort stattfinden soll“, heißt es. Auch Expertengespräche seien geplant; Termine dafür sind noch nicht bekannt. Als Teilnehmer geplant sind Akteure aus den Bereichen Umweltschutz, Nachbarkommunen, Kultur, Bildung, Wirtschaft und Tourismus. Die Erkenntnisse sollen in Flächen- und Verkehrskonzepte einfließen. Mitte Juni sollen diese dann in den politischen Gremien als sogenanntes Gestaltungskonzept beschlossen werden. Mitte Juli ist eine mögliche Sondersitzung zu einem Finanzplan geplant – eine der Grundlagen dafür wäre eine zuvor erstellte Besuchsprognose.

Für den September setzt die Stadtverwaltung den nächsten Gremienreigen an: Das endgültige Bewerbungskonzept könnte binnen neun Tagen nacheinander im Bauausschuss, Hauptausschuss, Stadtmarketingausschuss und zuletzt am 16. September im Stadtrat auf dem Prüfstand stehen. Schon vorab soll auch der städtische Gestaltungsbeirat, dem berufene Architekturexperten angehören, dazu gehört werden. Vor den Sommerferien steht eine Bürgerinformation zum Thema „Machbarkeit und Bewerbung für eine Gartenschau“ auf der Liste.

Logo-Wettbewerb geplant

Bürger sollen zudem bei einem Logo-Wettbewerb mitmachen können, weitere Beteiligungsmöglichkeiten online oder – sofern möglich – vor Ort in Kleingruppen erhalten. Unter E-Mail LGS2026@stadt-speyer.de können bei der Stadt heute schon Ideen eingereicht werden. Bis 15. Oktober muss die Gesamtbewerbung bei der Landesregierung vorliegen. Speyers Beteiligung war auf SPD-Antrag 2020 beschlossen worden. Auch Neustadt, Mainz und Bendorf hätten gern den Zuschlag.

Mitmachen

Welche Elemente dürfen im Konzept für eine Landesgartenschau rund um die frühere Kurpfalzkaserne auf keinen Fall vergessen werden? Wo wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger Grün, wo Wasser, wo Veranstaltungs- und Freizeitflächen? Die RHEINPFALZ interessiert sich dafür und freut sich auf Zuschriften unter E-Mail redspe@rheinpfalz.de. Über die Ideen werden wir berichten.
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