Speyer Ladestationen für Elektroautos kommen
Die Park-and-Ride-Anlage in Heiligenstein, der Fahrradstellplatz am Bahnhof Berghausen und Ladestationen für Elektroautos waren drei der Themen bei der Sitzung des Ortsgemeinderats Römerberg am Dienstagabend.
Die Park-and-Ride-Anlage am Heiligensteiner Bahnhof soll erweitert werden. Eine Prüfung der Verwaltung hatte ergeben, dass eine Erweiterung der Anlage nur auf der nordwestlichen Seite der Gleise möglich ist (wir berichteten). Gut geeignet wären demnach zwei Grundstücke, die derzeit der Bürgerhospitalstiftung Speyer gehören, mit der nun Verhandlungen aufgenommen werden sollen. Der Rat entschied sich für die etwas kleinere von zwei Varianten: Demnach soll vom Weg, der in Richtung Friedhof führt ein Erschließungsweg circa 50 Meter weit auf das Grundstück führen. Rechts und links des Erschließungswegs sollen 30 Parkplätze und ein Behindertenparkplatz angeordnet werden. In den Haushalt 2019 sollen Mittel für die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage eingestellt werden. Inwieweit Feldwege für den Verkehr geöffnet werden können, um über diese die Anlage zu erreichen, soll die Verwaltung prüfen. Fahrradstellplatz: Der Rat beauftragte die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung, die Planung für den Ausbau des Fahrradstellplatzes am Bahnhof Berghausen zu übernehmen. Der Fahrradabstellplatz sei in einem sehr schlechten Zustand, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Pflasterung aus Natursteinen sei sehr uneben und aufgrund der breiten Fugen aufwendig zu pflegen. Da der Abstellplatz auch nach dem Bau einer Park-and-Ride-Anlage in Berghausen gebraucht werde, soll der Ausbau vorgezogen werden. Die Park-and-Ride-Anlage soll kommen, wenn an der Stelle eine Unterführung gebaut wird. Die geschätzten Baukosten für den Ausbau des Fahrradstellplatzes betragen rund 20.000 Euro. E-Auto-Ladestationen: Einem SPD-Antrag folgend hat die Ortsgemeinde laut Bürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) Gespräche mit den Pfalzwerken über das Aufstellen von Ladestationen von E-Autos in Römerberg geführt. Als Ergebnis sollen eine Station im Hof des Rathauses und eine im Bauhof für Fahrzeuge der Verwaltung aufgestellt werden. Die Suche nach öffentlichen Standorten für E-Ladestationen laufe noch. Kita St. Marien: Die sanitären Anlagen der Kita St. Marien in Heiligenstein sollen erweitert werden. Das hat der Rat einstimmig beschlossen. Die Anlagen seien für bis zu 90 Kinder, die dort betreut würden, nicht ausgelegt, hieß es im Rat. Geplant sind elf Toiletten und zwölf Handwaschbecken. Außerdem soll es Platz für einen Wickeltisch geben. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 180.000 Euro. Grundschule Heiligenstein: Ortsbürgermeister Manfred Scharfenberger informierte zudem darüber, dass der Auftrag für die Sanierung der Mädchen-Toiletten in der Grundschule Heiligenstein inklusive Einbau eines rollstuhlgerechten WC vergeben wurde. Kostenpunkt: 11.000 Euro. Saisonarbeiter: Die Ortsgemeinde Römerberg will auch im kommenden Jahr für die Pflege des Straßenbegleitgrüns zwei Saisonarbeiter einstellen. Für das laufende Jahr hatte sich keine Firma für die Aufgabe gefunden (wir berichteten). Stattdessen wurden zwei Saisonarbeiter eingestellt. Der Bauhof habe mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht, hieß es im Rat. Deshalb sollen auch 2019 zwei Saisonarbeiten beschäftigt werden – allerdings nur für das Straßenbegleitgrün, die Pflege der Spielplätze soll eine Fachfirma übernehmen. Die Ortsgemeinde verspricht sich durch den Einsatz von Saisonarbeitern gegenüber der Beauftragung einer Firma Einsparungen von rund 8000 Euro und eine größere Flexibilität. Kernkraftwerk: Zur geplanten Stilllegung und dem Abbau von Teilen des Kernkraftwerks Philippsburg hat die Ortsgemeinde Römerberg im Zuge der vorgeschriebenen Behördenbeteiligung eine Liste von 65 Einwendungen vorgelegt, die in großen Teilen auf der Stellungnahme des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Baden-Württemberg basiert. Holzvermarktung: Der Neuordnung der Holzvermarktung für den Gemeindewald hat der Ortsgemeinderat zugestimmt. Wie mehrfach berichtet, soll aus kartellrechtlichen Gründen künftig nicht mehr Landesforsten, sondern die Holzvermarktungsgesellschaft „Pfalz“ mit Sitz in Maikammer die Holzvermarktung für die Kommunen in der Region übernehmen. Zehnthaus: Für den geplanten Umbau des Zehnthauses sollen bis Ende 2019 die Firmen beauftragt sein, so Scharfenberger. Der Ortsbürgermeister bat die Fraktionen, Mitglieder eines zu gründenden Arbeitskreises zu bestimmen. Dieser soll sich mit der konkreten Gestaltung des Zehnthauses im Zuge des Umbaus befassen. Einwohnerfragen: In der Einwohnerfragestunde erkundigte sich unter anderem eine Bürgerin, wie lange der Fußweg an der Ecke Heiligensteiner Straße/Kneippstraße noch gesperrt sei, die Stelle sei für Fußgänger gefährlich. Dort läuft seit längerem ein privates Bauprojekt. Ortsbürgermeister Scharfenberger sagte, die Bauarbeiten hätten eine Zeit lang geruht, er ärgere sich selbst über die Verzögerung. Es werde jedoch aktuell wieder dort gearbeitet. Er hoffe, dass der Fußweg bis Ende des Jahres wieder freigegeben werden könne.