Speyer Lärm-Frage geht vor Gericht

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Mit einer mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Neustadt geht die Auseinandersetzung um den Verkehrslärm in der Carl-Zimmermann-Straße in Dudenhofen am Montag in die nächste Runde. Anwohner Manfred Hick hat gegen die Ortsgemeinde Dudenhofen Klage erhoben, weil der Verkehrslärm kritische Werte beständig überschreite.

Manfred Hick wohnt seit 17 Jahren in der Carl-Zimmermann-Straße in Dudenhofen, und der Verkehrslärm habe erst so gewaltig zugenommen, nachdem vor etwa zwei Jahren der Kreuzungsbereich oben zur Landauer Straße neu gestaltet sowie eine Fahrbahnverengung eingerichtet worden sei, berichtet er: „Es handelt sich überwiegend um Durchgangsverkehr, der die Carl-Zimmermann-, Johann-Walter und Ernst-Reuter-Straße als Schleichweg zu den offiziellen Hauptverkehrsstraßen Landauer, Speyerer und Berghauser Straße nutzt.“ Hick macht geltend, dass sich die Straße von einer reinen Wohngebiets-Straße schleichend zu einer Durchgangsstraße entwickelt habe. Er hat auf eigene Kosten von einem unabhängigen Ingenieurbüro am 19. April eine Verkehrszählung mit Geschwindigkeitsmessung durchführen lassen. Das Ergebnis habe ihn nicht besonders überrascht, sagt Hick, denn es stimmt mit seinen Beobachtungen überein: An diesem Tag haben 3611 Kraftfahrzeuge die Straße passiert, Autos, Lastwagen, Krafträder. Die Spitze lag um 16 Uhr mit 333 Fahrzeugen, aber es gab auch permanenten Verkehr von jeweils zwischen 200 bis 280 Fahrzeugen pro Stunde zwischen 7 Uhr und 18 Uhr, mit einem Ansteigen ab 6 Uhr und Abflauen bis 20 Uhr. 150 Fahrzeuge in einer Stunde gegen sechs Uhr in einer Wohnstraße macht zwei bis drei pro Minute. Hick hat in seinem Haus überall Lärmschutzfenster einbauen lassen, und derzeit lässt er das Dachgeschoss isolieren, in der Hoffnung, dass es hilft und er sein Schlafzimmer dort wieder einrichten kann. Abhilfe könnte nach Hicks Meinung etwa geschaffen werden durch eine 30-Kilometer-Beschränkung im Wohngebiet, Durchfahrtsverbot für Lastwagen, und den Rückbau der Kreuzung in die Landauer Straße. Hick steht nicht allein. Wie berichtet, haben Anwohner der Carl-Zimmermann-Straße, aber auch der Johann-Walter- und der Ernst-Reuter-Straße im Sommer vergangenen Jahres 180 Unterschriften an den Dudenhofen Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) übergeben: Sie fordern Tempo 30 und eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs. Hick ist enttäuscht, dass die Ortsgemeinde nicht reagiert und nichts unternommen habe. Der Kreisrechtsausschuss hat sich schon mit der Sache befasst, nun geht er ans Verwaltungsgericht in Neustadt. Hick weiß, dass er auch bei einer für ihn positiven Entscheidung des Gerichts nur Anspruch auf eine rechtsfehlerfreie Entscheidung der Ortsgemeinde hat, nicht aber auf bestimmte Maßnahmen. Termin Die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Neustadt findet am Montag, 26. September, 11.30 Uhr, statt. Das Gericht ist in der Robert-Stolz-Straße 20. |adö

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