Speyer Kreisel wird geplant

Ein neuralgischer Punkt in Dudenhofen: die Kreuzung Speyerer Straße, Landauer Straße, Konrad-Adenauer-Platz.
Ein neuralgischer Punkt in Dudenhofen: die Kreuzung Speyerer Straße, Landauer Straße, Konrad-Adenauer-Platz.

Ohne das Ergebnis des Verkehrsgutachtens abzuwarten, geht der Ortsgemeinderat Dudenhofen erste Schritte auf dem Weg zu einem Mini-Kreisel an der Kreuzung Speyerer/Landauer Straße/Konrad-Adenauer-Platz. Nachdem der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Zustimmung signalisiert hatte (wir berichteten), beschloss der Rat am Donnerstagabend, ein Ingenieurbüro mit einer Vorentwurfsplanung einschließlich Aktualisierung der Verkehrszahlen zu beauftragen.

Lediglich Hartmut Lardon (FDP) stimmte dagegen. Er beharrte auf der Empfehlung von Bau- und Hauptausschuss zwei Wochen zuvor: Diese habe gelautet, nur eine Verkehrszählung durchzuführen und sonst abzuwarten „bis das Verkehrskonzept vorliegt“. Davon unabhängig zu planen, widerspreche dem Ausschuss-Beschluss und gängigen Gepflogenheiten. Wilhelm Kannegießer (SPD) war anderer Meinung: „Der Ausschuss votierte eindeutig pro Kreisel.“ Die Kreuzung sein „der neuralgische Punkt“ im Ort, mit dem Vorentwurf für einen Kreisel wollte der SPD-Fraktionssprecher „einen Pflock einschlagen“. Was die Empfehlung des Ausschusses betrifft, stellte sich Manfred Duttenhöfer (Grüne) an die Seite Lardons: „Er hat Recht.“ Dennoch spreche nichts gegen den von Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) erweiterten Beschlussvorschlag, den Kreisel gleich zu planen. Manfred Hook (FWG) wunderten nach jahrzehntelanger Ablehnung die plötzliche Einsicht und grundsätzliche Zustimmung des Landesbetriebes Mobilität zum Kreisel. Sebastian Körner (CDU) begründete die Vorgehensweise, gleichzeitig ein Verkehrsgutachten und einen Kreisel-Vorentwurf anzugehen, mit der erfahrungsgemäß langen Planungsphase. Eberhard wähnte FDP und SPD „sich nicht ausschließend weit auseinander“. Durch die Abstimmung war für Kannegießer der FDP-Antrag – zunächst Untersuchung der Notwendigkeit des Kreuzungs-Umbaus und bis dahin keine weitere Auftragsvergabe – „obsolet“. Einen Antrag auf Kostenübernahme (geschätzt 150.000 bis 200.000 Euro) durch das Land, den die FDP ebenfalls forderte, werde es ohnehin geben, sagte der Ortsbürgermeister. Allerdings müsse wahrscheinlich die Ortsgemeinde die Kosten tragen, da es aus Sicht des LBM keine dringenden Gründe für einen Umbau gibt. Die Vergabe eines Gesamtkonzepts – zunächst die Angebots-Ausschreibung an drei Firmen – für den Straßenverkehr im Ort beschloss der Rat im Anschluss. Spezielle Schwerpunkte sah Körner in den Verkehrswegen zu Kita und Schule und den Plätzen vor beiden Einrichtungen. Eberhard schlug vor, im Vorfeld der Erstellung des Verkehrskonzepts „Versuche mit Tempo-30-Zonen“ zu machen – was die Mehrheit im Rat, der aktuellen Verkehrsversuche in Dudenhofen überdrüssig, ablehnte. Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) ergänzte die Diskussion mit dem Hinweis: „Mittlerweile haben wir die Geräte für Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählung und können sie jederzeit eine Woche an einer Straßenlaterne aufhängen.“ Als ersten Standort für Geschwindigkeitsmessungen schlug Aaron Bettag (CDU) die Gommersheimer Straße vor. Körner schlug vor, den dortigen Versuch mit eingezeichneten Parkplätzen bis zur Vorlage des Verkehrsgutachtens zu verlängern und dabei auch andere Varianten – zum Beispiel einseitiges Parken – zu prüfen. Damit konnte auch Lardon leben, der seinen Antrag auf „umgehende Einstellung des laufenden Versuchs in der Gommersheimer Straße“ zurückzog. Die alte Regelung – Parken wo Platz ist – kam für Eberhard schon aus rechtlichen Gründen nicht in Frage. Kannegießer fragte: „Zu was sollen wir zurückkehren? Parken wie vorher, das geht nicht“, während Lardon kritisierte: „Wenn man es nicht rückgängig machen kann, ist es auch kein Versuch.“ Weiterer Bericht folgt

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