Speyer Kreis weist Vorwürfe wegen Halle zurück
Clemens Körner (CDU), Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, hat die Kritik von Andreas Zimpelmann, dem Vorsitzenden des Fußballvereins Berghausen, zurückgewiesen. Wie berichtet, hatte Zimpelmann kritisiert, dass die Schulturnhalle in Berghausen nach einem Wasserschaden für acht Monate geschlossen war und mit Reparaturen monatelang nicht begonnen worden sei.
Die Turnhalle war von Juni 2015 bis Ende Februar geschlossen, weil an einem Urinal die Drückergarnitur hängengeblieben und das Wasser übergelaufen war. In Folge der Überschwemmung hatte der Hallenboden Blasen gebildet und sich gelöst. Andreas Zimpelmann beklagte, dass sein Verein wegen der langen Dauer der Reparaturarbeiten Mitglieder verloren habe. In einer Mitteilung des Kreises zu den Vorwürfen heißt es: „Die erforderlichen Maßnahmen zur erneuten Nutzung der Sporthalle Berghausen begannen unmittelbar nach Bekanntwerden des Wasserschadens am 15. Juni 2015.“ Landrat Clemens Körner sagt: „Gerne hätten wir uns die notwendigen Arbeiten zur Wiederherstellung und damit die Unannehmlichkeiten für die Vereine erspart.“ Leider sei es aber zu dem Schaden gekommen, der Kreis habe sofort zur Beseitigung der Schäden mit dem Versicherer Kontakt aufgenommen. Zu einer Verzögerung durch die Kreisverwaltung sei es nicht gekommen. „Vielmehr haben wir das Unglück dazu genutzt, in Abstimmung mit den örtlichen Vereinen neue Bodenhülsen und Linierungen in der Halle vorzunehmen. Ebenso wurden neue Geräte beschafft. Dadurch steht den Vereinen eine bessere Infrastruktur zur Verfügung als vor dem Schaden“, so Körner weiter. Nach dem Schaden im Juni wurde laut Kreis erst mal ein Gutachten zur Schadensanerkennung und Feststellung der Schadenshöhe erstellt. Das Ergebnis des Gutachtens habe am 13. Juli 2015 vorgelegen, eine Freigabe der Versicherung zur Erteilung des Auftrags zur Bodenentfernung sei aber erst Mitte August erfolgt. Deshalb sei den Schulen und der Verbandsgemeindeverwaltung Römerberg-Dudenhofen mitgeteilt worden, dass die Halle bis zum Ende des ersten Schulhalbjahrs leider nicht zur Verfügung stehe. „Auch Herrn Zimpelmann wurde dies und die weitere Vorgehensweise mitgeteilt“, heißt es in der Mitteilung des Kreises. „Erst nach der Freigabe durch die Versicherung und die Anerkennung des Schadens konnte vonseiten der Kreisverwaltung in das Vergabeverfahren zur Wiederherstellung des Bodens eingetreten werden.“ Dabei seien gesetzliche Fristen bei der Angebotsabgabe einzuhalten gewesen. Gleichzeitig sei entschieden worden, Angebote von Sportgerätefirmen einzuholen, um mit dem neuen Boden auch neue Geräte anzuschaffen. Dazu sei eine enge Abstimmung mit den Vereinen und den beiden Schulen erfolgt, da die Platzierung der Bodenhülsen festgelegt werden musste. Erst nachdem alle Vergabeverfahren und der endgültige Plan zur Einbringung von Bodenhülsen und der künftigen Linierung abschließend abgestimmt waren, konnten laut Kreis die Bauarbeiten beginnen. Gerade dieser letzte Schritt sei im Interesse der Vereine zur Sicherung einer hohen Funktionalität für die Vereine und die Schulen gemacht worden. Insgesamt seien drei neue Reckstangen (inklusive Bodenhülsen), zwei Sprossenwände, Volleyballnetz- und Badmintonnetzpfosten inklusive Hülsen sowie entsprechende Netze beschafft worden. „Gerade für das Turnen und die Volleyballabteilung konnten wir nach der Baumaßnahme eine Verbesserung des Status quo erreichen“, sagt Landrat Körner. „Der FV Berghausen war dazu in die Gespräche eingebunden. Wir bedauern, dass der FV Berghausen die Kreisverwaltung trotz der Einbindung in die Gespräche und der Verbesserungen in der Funktionalität kritisiert.“ (seed)