Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Kraftsport: Helmka Robbauer aus Speyer übt sich im Steinweitwurf

Lässt Steine fliegen: Helmka Robbauer bei ihren Wurfübungen.
Lässt Steine fliegen: Helmka Robbauer bei ihren Wurfübungen. Foto: Robbauer/frei

Die Leichtathletik ist für Helmka Robbauer schon im Alter von neun Jahren zur persönlichen Leidenschaft geworden. Bewegung ist für die heute 22-Jährige ein Muss. Mittlerweile schleudert sie Steine durch die Luft – und ist dafür bereits mit Titeln im deutschlandweiten Vergleich belohnt worden.

Hanhofen. Rasenkraftsport nennt sich das, was Helmka Robbauer ausübt. Konkret konzentriert sich die in Speyer geborene und in Hanhofen lebende junge Frau auf das Steinwerfen. Hammer- und Gewichtwerfen, zwei weitere Möglichkeiten auf dem Sektor, lässt sie außen vor.

„Steinwurf kannte ich schon aus der Leichtathletik“, nennt Robbauer als Grund, weshalb sie ausgerechnet das backsteinähnliche Gebilde zur Hand nimmt, um es möglichst weit in die Ferne zu stoßen. Das große Plus der Athletin: „Mein Trainer Kurt Büttler ist gleichzeitig Bundestrainer im Rasenkraftsport.“

Für TSG Haßloch am Start

Für die TSG Haßloch ist Robbauer in der Wintersaison im März bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle in Waiblingen angetreten, wurde Vize-Meisterin der Juniorinnen. Im September kamen die Sommermeisterschaften an die Reihe. Hier toppte sie ihre Erfolge mit dem Meistertitel und garnierte das Ganze mit der Vize-Meisterin in der höheren Altersklasse der Frauen.

Auf ihr Gewicht achtet Robbauer permanent, denn aus der Gewichtsklasse bis 58 Kilo will sie nicht herausfallen. „Dort habe ich gute Chancen, mich zu positionieren, weil die Konkurrenz nicht groß ist“, erklärt sie. Probleme mit den Kilogramm hat sie nicht. „Ich bin generell ein sehr aktiver Mensch, gehe auch noch im Sommer Beachvolleyball spielen oder Inliner fahren“, beschreibt Robbauer, wie sehr der Sport ihre Freizeit dominiert. Und nicht nur die.

Studentin im fünften Semester

Robbauer ist im fünften Semester eines Dualen Studiums des Gesundheitsmanagements. Regelmäßig ist sie in Saarbrücken an der Uni, kontinuierlich arbeitet sie im Speyerer Fitnessstudio „eFITiv“. „Hier trainiere ich auch schon lange selbst, weil mich das Konzept überzeugt und ich Erfolge damit habe“, betont Robbauer.

Ihr Hobby zum Beruf machen zu können, stellt die Athletin zufrieden. „Es macht Spaß, weil es sehr abwechslungsreich ist“, sagt sie über die Anforderungen. Viele Frauen gebe es nicht, die sich dem Rasenkraftsport verschreiben, lenkt sie zu ihrer Disziplin Steinwurf ein, die sie vor fast drei Jahren ins sportliche Portfolio aufnahm. Der Grund dafür waren engere Zeitfenster, die ein intensives Leichtathletiktraining nicht mehr zuließen und Robbauer – einst Siebenkämpferin und Dreispringerin – nach einer Alternative suchen ließen. Der Spaß, das ist der Studentin wichtig, solle im Vordergrund stehen. Große Ziele hat sie zurzeit – abgesehen vom erfolgreichen Uni-Abschluss – keine. Höher als die Deutsche Meisterschaften kann sie im Steinwurf auch nicht kommen. Auf europäischer Ebene fliegt das Wurfgerät noch nicht.

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