Speyer Klingende Oase

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Drei ganz unterschiedliche Akustik-Gitarristen haben am Samstagabend auf der Bühne des Open-Air-Festivals in Dudenhofen gestanden: der Belgier Jacques Stotzem, der in der Schweiz lebende Speyerer Christian Straube und der in Österreich lebende New Yorker Adam Rafferty.

Nachdem man sich mal „eingeschwitzt“ hatte, war es unter den Bäumen auf dem Waldfestplatz für die recht zahlreichen Zuhörer angenehm. Die Gitarristen brauchten so einige Handtücher, zumal sie mit langen Ärmeln spielen mussten, um am Instrument nicht festzukleben, wie Jacques Stotzem erklärte. Der Belgier spielte mit mehreren Fingerpicks und wechselte zwischen sehr melodiös-verträumten und eher rockigen Stücken – alles eigene Kompositionen. Einen sehr trockenen Humor hat er noch dazu, wenn er etwa erklärte, wenn einem sein Stück über seine Heimatstadt Verviers, das eine wahre Idylle zeichnet, gefalle, müsse man trotzdem nicht hinfahren. Das sei die Stadt nicht wert. Singen werde er auch nicht. „Das wollen Sie nicht hören“, sagte Stotzem, der dafür Effekte einbrachte, die man so noch nicht gehört hatte. Im Stück „Oasis“ etwa spielte er die Gitarre wie eine arabische Oud – mit Vierteltönen und zurückhaltenden Percussion-Effekten. Weniger zurückhaltend setzte er Percussion in „Jungle“ ein. Da klang seine Gitarre zur Begeisterung der Zuhörer wie die Affenherde aus dem „Dschungelbuch“. Bei Straube hört man die klassische Konzertgitarren-Ausbildung immer wieder heraus – an einer bestimmten Eleganz der Tongebung, aber auch an der Vorliebe, Stücke etwa zu Suiten zu formen. Es ist eine sehr farbenreiche, dabei ganz entspannte Musik. Eine „Hommage an Paco“ (de Lucia), Teile einer Suite und zum Schluss die „Silberdistel“ – davon konnte man sich in Träume ohne Hitze tragen lassen. Rafferty ist der „rockigste“ und der „bluesigste“ der drei . Und der einzige, der auch mal singt, etwa bei Ray Charles’ „But On The Other Hand“. Lieber jedoch benutzte er die Stimme zum „Beatboxing“, also Percussion mit dem Mund. Dabei mussten auch mal die Zuhörer mitmachen.

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