Speyer Kleine Beute, großer Sachschaden

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Römerberg/Otterstadt. Nicht nur Kindergärten sind derzeit besonders im Visier von Einbrechern, auch auf Vereinsheime haben es bislang unbekannte Täter zuletzt verstärkt abgesehen. Im Speyerer Umland hat es zwischen November und Januar die Schützen in Mechtersheim, die Angler in Berghausen sowie die Schützen und die Hundefreunde in Otterstadt getroffen. Bei der Suche nach den Tätern tappt die Polizei bisher im Dunkeln.

Beim Einbruch ins Schützenhaus in Mechtersheim haben die Täter Mitte Dezember mehrere hundert Euro Bargeld und ein Flasche Weinbrand entwendet, bei den Schützen in Otterstadt erbeuteten sie in der Nacht vom 6. auf 7. Januar lediglich 20 Euro aus einer Kasse. Bereits Anfang November stiegen Täter ins Vereinsheim der Berghausener Angler ein, wo sie rund 500 Euro und einen Beamer mitgehen ließen, Mitte November, waren die Otterstadter Hundefreunde Opfer von Dieben, die einen kleinere dreistelligen Geldbetrag erbeuteten. Schlimmer aber als die Diebstähle sind die hohen Sachschäden, die die Täter in Römerberg wie auch in Otterstadt angerichtet haben. Bei den Schützen in Mechtersheim demolierten die Einbrecher ein Fenstergitter und das Fenster, durch das sie in das Vereinsheim gelangten. Drinnen brachen sie unter anderem Schränke auf, schlugen Glaselemente von Türen kaputt und versuchten auch, einen Tresor aufzubrechen. Zuvor hätten die Einbrecher zudem die Alarmanlage für das Schützenhaus außer Gefecht gesetzt, erzählt Vereinsvorsitzender Heinz Hefele gegenüber der RHEINPFALZ. Möglicherweise um ihre Spuren zu verwischen, versprühten sie schließlich den Schaum aus den Feuerlöschern im Vereinsheim. Die Schäden hätten erst Wochen später behoben werden können, weil zwischen den Jahren keine Handwerker zu bekommen gewesen seien, klagt der Vereinsvorsitzende. Ähnlich war die Vorgehensweise bei den Anglern in Berghausen Anfang November. Auch hier brachen die Täter Türen auf, demolierten Schränke und zerstörten die Alarmanlage. Und sie versprühten zu guter Letzt den Schaum aus den Feuerlöschern in der Anlage. Erheblichen Sachschaden hatten auch die Hundefreunde sowie die Schützen in Otterstadt zu verzeichnen. „Allerdings gab es bei uns keinen Vandalismus mit Schaum oder ähnlichem. Das wäre noch furchtbarer gewesen“, sagt der Vorsitzende der Otterstadter Schützen, Rainer Kraus. Bei der Suche nach den Tätern tappe die Polizei bislang „völlig im Dunkeln“, räumt Andreas Heintz, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Speyer, die die Ermittlungen führt, auf Anfrage ein. Übereinstimmend in allen vier Fällen sei, dass es sich bei den Vereinsheimen um Objekte etwas abseits der Ortschaften handelt. „Da wissen die Einbrecher, dass sie eher unbeobachtet bleiben und in aller Regel auch mehr Zeit für ihre Diebestour haben.“ Ob es sich aber womöglich um ein und dieselbe Tätergruppe handele, sei unklar, sagt Heintz. Allerdings lege die Vorgehensweise der Einbrecher bei den Anglern in Berghausen und den Schützen in Mechtersheim, wo sie ihre Spuren jeweils mit Löschschaum verwischt haben, die Vermutung nahe, dass es sich zumindest in diesen zwei Fällen um die gleichen Täter handeln könnte. Dass es sich bei den Dieben um Profis, womöglich um Banden aus Osteuropa handelt, scheint dem Speyerer Kriminalen hingegen eher unwahrscheinlich. Die, so der stellvertretende Inspektionsleiter, hätten es gemeinhin doch eher auf fette Beute abgesehen. Und dafür seien, wie sich auch gezeigt habe, Vereinsheime wie die der Schützen oder Angler eindeutig die falschen Orte. Die Rubrik Unter dem Titel „Dienstagsfrage“ beantworten wir einmal die Woche Fragen, die im Alltag im Speyerer Alltag auftauchen. |mko

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