Speyer Kirche ganz modern

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Die Katholische Junge Gemeinde (KJG) Berghausen steht allen offen, gleich welcher Religion, Konfession oder Gemeinde man angehört. Sie bietet ein zweites Zuhause. In den Gruppenstunden stehen gemeinsamer Spaß und der kindgerechte Zugang zu Glaubensfragen nebeneinander. Dass Kirche nicht öde sein muss, zeigte der Jugendgottesdienst am Wochenende unter freiem Himmel, zu dem viele Jugendliche, oft mit Eltern und Großeltern, zur Wiese vor den KJG-Jugendraum kamen.

Nicht nur die Jugend fühlt sich von der Arbeit der KJG angesprochen. „Wir finden die modernen Themen und die Gestaltung des Jugendgottesdiensts gut und gehen deshalb gerne hierher. Es ist einfach schön, wenn Jung und Alt zusammen sind und gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, sagen zwei Großmütter am Sonntag. Die Enkelkinder der beiden sind beim Katholikennachwuchs in Berghausen aktiv. Insgesamt treffen sich dort regelmäßig 35 Kinder in vier Gruppen, jeweils betreut von zwei Gruppenleitern. Was sie während ihren Gruppenstunden erleben, demonstrieren sie bei verschiedenen Mitmach-Aktionen, zum Beispiel beim Bau eines Hauses mit großen Legosteinen. Es geht um Zusammenhalt, Gemeinschaft und Vertrauen, es wird dann gemeinsam gespielt, gebastelt oder einfach erzählt. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für ihre Gruppen und setzten sich als Ziel, ein gutes Verhältnis und Vertrauen zu den Kindern aufzubauen. „Wir möchten die Qualität des Elternhauses nicht in Frage stellen, sondern sie ergänzen und den Kindern eine Art zweites Zuhause geben“, sagt Josef Metzinger, Pfarrer in Berghausen. Er vertraut dabei auf die sogenannte Inkulturation. In seinen Gottesdiensten möchte er die Formen und Sprache verwenden, die auch Kinder verstehen. „Die Kirche ist Zukunft und muss bestehen bleiben, deshalb liegt mir die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen am Herzen“, sagt Metzinger. David Thiery ist 17 Jahre alt und Gruppenleiter bei der KJG. „Der Jugendgottesdienst fand jetzt zum dritten Mal in Berghausen statt und ich bin sehr zufrieden und finde es super, dass so viele heute gekommen sind“, findet er. Es zeige, „dass die Kirche modern und interessant für Jugendliche ist“. Nach dem Gottesdienst stehen Würstchen mit Salaten und Getränke bereit, währenddessen laufen die vielen Programmpunkte des Tages an. Hüpfburg, Kinderschminken und Schrottbasteln, die Angebote sind vielfältig. Am Nachmittag spielt die Rockkapelle Speyer. „Wir waren früher selbst bei der KJG“, sagen Alina Glück, 15 Jahre alt, und die 16-jährige Jana Richter. Jetzt möchten sie selbst eine Gruppe leiten, den christlichen Glauben vermitteln und das Erlebte an die Kinder weitergeben. In diesem Jahr sollen zwei neue Gruppen entstehen. Der Grundstein dafür wurde am Sonntag gelegt, die Kontakte geknüpft. (ila)

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