Bogenschießen Jugendrunde bei der TG Waldsee
Kurzfristig hatte die Bogenschützen-Abteilung der TG Waldsee die Ausrichtung des Turniers am vergangenen Sonntag übernommen. Die 86 gemeldeten Sportler kamen aus sieben rheinland-pfälzischen Vereinen, die TG Waldsee hatte acht Eigengewächse an den Start gebracht. „Das ist schon sehr viel“, lobt Christian Buhles. Er ist Jugendrundenleiter des PSSB und kennt sich in dem Metier aus. Neben Waldsee hatten noch Bruchmühlbach, Obermoschel und Hettenhausen viele Jungschützen gemeldet.
Erleichtert zeigt sich Buhles, dass es nach dem Corona-Tief mittlerweile wieder aufwärts geht. Doch längst nicht alle Vereine im Bundesland sind gut aufgestellt, was Jugendarbeit im Bogenschützenbereich angeht. Deshalb bescheinigt Buhles der Jugendrunde ohne Blick auf Platzierungen einen großen Erfolg. „Vereine, die viele Schützen haben, haben auch einen Jugendleiter. Der Austausch der Ehrenamtlichen untereinander kann Schwachstellen aufzeigen oder Inspiration geben, was im eigenen Verein anders gemacht werden muss, um Nachwuchs zu generieren“, führt der Funktionär aus. Für die Sportler selbst bedeutete der Wettkampf am Sonntag ebenso, Erfahrung zu sammeln und zu festigen. „Die blutigen Anfänger lernen alles Wesentliche rund um den Wettkampf. Sie erleben ein komplett aufgebautes Starterfeld, müssen auf die Signale hören oder tragen Verantwortung dafür, ihre eigenen Ergebnisse selbst auszurechnen und auf einem Zettel mit sich zu führen“, erläutert Buhles.
Der Anfang ist gemacht
Einer strengen Regelung folgt die Jugendrunde. Diese besteht nämlich nach Aussage des Rundenleiters aus drei Wettkämpfen bis zur Siegerehrung. Als Erstes zählt die Hallenrunde im Winter, in der drei Turniere absolviert werden müssen. Der Anfang ist in Waldsee gemacht worden. Als Zweites zählt die Sommerrunde, in der auf lange Entfernungen geschossen wird. Wichtig ist Buhles zu vermitteln, dass die Jugendrunde sich nicht an der Leistungsklasse festmacht. „Überwiegend sind Anfänger am Start“, informiert er. Um deren Förderung geht es auch der TG Waldsee, die froh ist, die notwendige Hallenkapazität zu haben, um die Jugendrunde ausrichten zu können.
„Die Bereitschaft im Verein, die Jugend zu unterstützen, ist sehr groß“, versichert Tobias Clerget, der sportliche Leiter der Bogenschützen. Deshalb war es selbst den Oberligisten, die am Samstag noch einen Wettkampf geschossen hatten, nicht zu viel, danach direkt bei den Vorbereitungen zur Jugendrunde zu helfen.
Der Nachwuchs der TG Waldsee belohnte mit guten Platzierungen. Der Sieg gelang Moritz Schiller im Recurve Jugend männlich. Zweite Plätze holten Jule Neubauer (Recurve Schülerinnen) und Anne Schmitz (Recurve Jugend weiblich), Dritte wurden Nils Müller (Recurve Schüler B), Jonas Halbgewachs (Recurve Jugend männlich) und Maximilian Wedel (Blankbogen Schüler C).