Speyer Jugendgemeinderat aufgelöst

Der Seniorenbeirat: von links, obere Reihe: Gerhard Merdian (Vorsitzender), Heinrich Guhmann, Paul Eichstetter, mittlere Reihe:
Der Seniorenbeirat: von links, obere Reihe: Gerhard Merdian (Vorsitzender), Heinrich Guhmann, Paul Eichstetter, mittlere Reihe: Monika Guhmann, Ursel Brunner, Wolfgang Frey, untere Reihe: Cordula Butz-Cronauer (stellvertretende Vorsitzende), Elvira Theurer.

Neugründung und Auflösung liegen eng beieinander. Das haben die Mitglieder des Sozial-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss in Römerberg festgestellt. Während ein Seniorenbeirat sich motiviert ans Werk macht, vermeldete der Jugendgemeinderat der zuständigen Beigeordneten Käthe Maier (CDU) das Einstellen der Aktivität. Die Mediathek möchte ihr Angebot ausbauen.

Mediathek:

Die W-Lan-Ausstattung in der Mediathek ist bereits umgesetzt, berichtete Leiterin Corinna Seel. In einem ausführlichen Überblick legte sie die Arbeit des Jahres 2016 dar und blickte in die Zukunft. Die bezog sich vor allem auf Leistungen über die Gemeindegrenzen hinaus. „Eine Erhöhung der wöchentlichen Stundenzahl wird unumgänglich sein“, meinte Seel. In erster Linie sprach sie ihren Bereich mit einem immensen Organisationsaufwand an. Vor allem die Leseförderung durch Aktionen wie Book-Castings, Medienkisten, Führungen, den Lesesommer oder die Aktion Schultüte benötigten Zeit, und der Umzug der Realschule plus an den Standort Dudenhofen bringe neue Herausforderungen mit sich. „Die bisherige Kooperation soll weiter ausgebaut werden“, berichtete Seel von Wünschen der Lehreinrichtung. Inwieweit die zu erfüllen sind, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen. Seel würde gern mindestens acht Tablets zur sogenannten hybriden Leseförderung anschaffen. Bei einem Budget für den Einkauf von Medien in Höhe von 16.000 Euro und einem Pool für Veranstaltungen von 3500 Euro müssen noch Lösungen gesucht werden. Aktuell können in der Mediathek 19.471 Medien entliehen werden. 4221 Leser sind angemeldet, davon lebt zirka jeder fünfte nicht in Römerberg. Jugendgemeinderat: Eine weniger positive Entwicklung schilderte Beigeordnete Maier beim Jugendgemeinderat. „Alle Bemühungen haben nichts genutzt“, sagte sie. Im Frühjahr noch sei ein Jugendbürgermeister gewählt worden, Termine für regelmäßige Treffen seien aber nicht zu finden gewesen. „Die Auflösung war vorhersehbar“, kommentierte sie. Abgesehen von der geringen Anzahl der Mitglieder wurde in einem Schreiben an Maier die fehlende Resonanz der Jugendlichen vor Ort angeführt. „Ein Jugendgemeinderat wird schlichtweg nicht gebraucht“, las sie vor. Schade sei die Entscheidung, so Maier, aber Leerläufe habe es in der Vergangenheit schon gegeben. Seniorenbeirat: Frisch motiviert geht der Seniorenbeirat ans Werk, wie der Vorsitzende Gerhard Merdian ankündigte. „Es ist einiges zu tun“, betonte er und sprach die SOS-Dose an, die in einem ersten Schritt umgesetzt werden soll (wir berichteten bereits). Flüchtlinge: Zur Flüchtlingssituation gab Maier bekannt, dass zurzeit rund 130 Asylbewerber in Römerberg untergebracht sind. Neu aufnehmen musste die Gemeinde im vergangenen halben Jahr niemanden. Nachbarschaftshilfe: Vermittlungsversuche will Maier für die Nachbarschaftshilfe unternehmen. Aktuell fehle es bei dieser nämlich an Unterstützung bei der Gartenarbeit.

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