Speyer „Jetzt ist Schluss, ganz sicher“

Dirigent: Branko Ivanovic bei der Pokal-Heimniederlage gegen Worms.
Dirigent: Branko Ivanovic bei der Pokal-Heimniederlage gegen Worms.

Nach einer überaus erfolgreichen Zeit seit 2015 als Trainer von teils zwei Damen-Mannschaften des FV Dudenhofen und Jahrzehnten im Frauenfußball hört Branko Ivanovic (57) zum Ende der aktuellen Spielzeit auf. Timo Konrad hat mit ihm über die Höhepunkte und Rückschläge seiner Zeit im Spargeldorf sowie die zukünftige Entwicklung des Teams gesprochen.

Wie hat es Ihnen beim FVD gefallen?

Sehr schön, das Verhältnis zum Vorstand und zum ganzen Verein war super, alles okay. Auch die Arbeit mit meinem Co-Trainer Erhard Schneider bedeutete eine enorme Entlastung für mich. Wie kamen Sie nach Dudenhofen? Nach der Meisterschaft beim FV Berghausen wollte der Verein nicht aufsteigen. Ich habe dann erst mal ein Jahr Auszeit genommen, wollte eigentlich keine Mannschaft mehr übernehmen. Siegfried Fandrich, der frühere Sportliche Leiter in Dudenhofen, hat mich dann hier empfohlen, und der FVD ist auf mich zugekommen. Als ich die Namensliste der Spielerinnen gesehen habe, war ich überzeugt. Vor Jahren wollten sie mich übrigens schon mal haben. Da war ich Trainer in Herxheim, wollte aber nicht weg. Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte aus den drei Jahren hier? Die zwei Durchmärsche in die Verbandsliga natürlich und der Pokalsieg. Gab es auch Rückschläge? Als Trainer ärgert man sich immer mal. Ich habe mich natürlich auch über die Trainingsbeteiligung in dieser Saison immer mal wieder geärgert. Wenn du zwei Mannschaften und 40 Spielerinnen im Kader hast und immer nur 18, 19 davon im Training, stimmt etwas nicht. Es hat mir auch wehgetan, die zweite Mannschaft abzumelden. Aber ich kann nicht jede Woche hinter Spielerinnen hertelefonieren. Für diejenigen, die immer im Training waren, tat es mir leid. Aber die habe ich ja dann zur ersten Mannschaft geholt. Der Klassenverbleib in dieser Saison ist so gut wie geschafft. Im Pokal ist Dudenhofen ausgeschieden. Was sind die Ziele für die abschließenden Spiele? Es ist gut, dass wir den Klassenerhalt fast geschafft haben. Grundsätzlich glaube ich schon, dass wir noch ein paar Punkte holen werden. Was trauen Sie der Mannschaft in den kommenden Jahren zu? Sie werden die Verbandsliga halten. Mit Gina Reichling rückt eine Spielerin aus der eigenen Jugend nach, die trotz ihres jungen Alters schon sehr abgezockt vor dem Tor ist. Das hat man auch gegen Worms gesehen. Da hat sie zwei Tore für uns geschossen. Was halten Sie von Ihrem Nachfolger Volker Winter? Ich kenne ihn nicht persönlich, wünsche ihm aber natürlich viel Erfolg. Er hat noch nie eine Damenmannschaft trainiert. Das wird sicher nicht einfach für ihn. Wie geht es für Sie persönlich nach der Saison weiter? Es stehen für mich auf jeden Fall erst mal die Familie und der Beruf im Vordergrund Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal als Trainer aktiv zu werden? Ich hatte Angebote von anderen Vereinen. Aber Dudenhofen ist meine letzte Station, definitiv. Werden Sie dem FV Dudenhofen in anderer Form erhalten bleiben? Ich werde mir natürlich einige Heimspiele anschauen, aber auch von anderen Vereinen. Ich wurde auch gefragt, ob ich hier als Spielleiter bei den Damen weitermachen würde. Aber ein Amt übernehme ich nicht mehr. Sicher werde ich aber nicht ganz von der Bildfläche verschwinden.

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