Speyer Interview:: Lebensmittel: Kühlketten und mikrobielle Gefahr

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Alle zwei Jahre trifft sich der Landesverband der Lebensmittelkontrolleure. Zum Thema „Küche 4.0“ bilden sich seit gestern 50 von ihnen drei Tage lang in der Speyerer Jugendherberge fort. Ellen Korelus-Bruder hat den Landesverbandsvorsitzenden Karl-Josef Leibig befragt.

Herr Leibig, Küche 4.0 – was steckt dahinter?

Es geht um Kühlketten, Hygiene, Gesetze und EU-Verordnungen zur Lebensmittelkontrolle, neue Richtlinien und Methoden. Gestern haben wir uns über das Eigen-Kontrollsystem in der BASF informiert. Heute steht Verwaltung vom Betretungsrecht bis zur Anzeige auf dem Programm. Morgen erfahren wir Neues zu Rückverfolgung, Warmhalten, Allergen-Deklaration für Speisekarten und mikrobielle Gefahren. Hört sich nach ziemlich schwerer Kost und viel Sitzen an? Ja. Aber ein kleiner Messepark mit 18 Anbietern auf dem Tagungsgelände bietet Zerstreuung. Er steht uns und auch der Speyerer Öffentlichkeit von 9 bis 17 Uhr zur Verfügung. Es gibt nichts zu kaufen, aber viel zu sehen. Beispielsweise stellen Kooperationspartner Kühlfahrzeuge und Messgeräte vor. Sie informieren über Reinigungsprozesse oder Schimmelprobleme. Wir Lebensmittelkontrolleure stehen dort ebenfalls Rede und Antwort. Gibt es mehr Lebensmittelkontrollen als früher? Eigentlich nicht. Gastronomie, Kliniken und Altenheime gehören zu unseren Aufgaben. Auch in der Jugendherberge Speyer sind die Kollegen regelmäßig. Die Anzahl der Caterer ist gestiegen, aber zugelassen waren sie schon vor der Eröffnung der Flüchtlingsaufnahme-Einrichtungen und der Schließung vieler eigener Kindergartenküchen. Für unsere Arbeit ist es egal, ob 50 oder 1000 Essen hergestellt werden. |kya

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