Dudenhofen
Interview: FVD-Torjäger Paul Stock
Sie haben sich vergangene Saison durch herausragende Leistungen ins Blickfeld anderer Vereine gespielt. Wollten Sie den FV Dudenhofen verlassen?
Ja, mein Ziel war und ist es, zu wechseln. Ich bin auch davon ausgegangen, dass es passiert. Ich war mir zu hundert Prozent sicher, dass ich den nächsten Schritt gehen werde. Ich will so professionell wie möglich Fußball spielen.
Wieso sind Sie noch beim FVD?
Ein Problem war wohl, dass ich aus der Oberliga komme. Die Vereine haben gehofft, dass durch Corona einige höherklassige Vereine noch Spieler abgeben müssen.
Mit welchen Vereinen waren Sie in Kontakt?
Ich habe beim FC Homburg und beim SSV Jeddeloh, wo Oliver Reck Trainer ist, mittrainiert und war auch noch mit anderen Vereinen in Kontakt.
Wie schwierig war es, die komplette Vorbereitung nicht zu wissen, für wen Sie in der anstehenden Saison auflaufen?
Es war natürlich eine gewisse Ungewissheit da. Anfangs war es nicht schwer, da ich davon ausgegangen bin, dass ich wechsle. Ich fühle mich ja auch wohl in Dudenhofen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich fehl am Platz bin und nicht mehr wirklich dazugehöre. Ich wollte fußballerisch einfach den nächsten Schritt machen. Am Ende hat es dann schon genervt. Die Vorbereitung war für mich alles andere als gut.
Kommt es jetzt zu einem Winter-Wechsel?
Ich stehe bis Sommer hier unter Vertrag. Wenn ein Wechsel Sinn macht, dann würde mir der FVD keine Steine in den Weg legen und mich auch im Winter schon ziehen lassen. So ist die Absprache.
Was entgegnen Sie den Leuten, die sagen, dass Sie jetzt mit Halbgas spielen und nicht mehr alles geben?
Dass sie keine Ahnung haben.
Ist es manchmal schwierig für Sie, wenn der Druck auf Ihnen lastet und jeder von Ihnen erwartet, das Spiel zu entscheiden?
Für mich ist das kein Problem. Ich will ja die Spiele entscheiden. Den größten Druck mache ich mir sowieso selbst.
Haben Sie ein langfristiges Ziel?
Ich möchte professionell Fußball spielen und regelmäßig vor ein paar tausend Zuschauern kicken.
Was tun Sie für sich selbst, außerhalb vom Mannschaftstraining?
Ich bin fünf- bis sechsmal die Woche im Fitness-Studio beziehungsweise mache zusätzliches Kraft- und Schnellkrafttraining, achte extrem auf meine Ernährung und dehne mich nach den Trainingseinheiten aus.
Wie helfen Sie dem FVD auf dem Platz weiter?
Ich bin ein Führungsspieler, gehe nicht unbedingt mit Worten, sondern mit Leistung voran und gebe immer hundert Prozent. Außerdem bin ich sehr ballsicher und versuche natürlich, Spiele zu entscheiden.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?
Mit den ersten vier Spielen überhaupt nicht. Ich bin anfangs weit von meiner Normalform weggewesen, jetzt komme ich aber so langsam wieder in den Tritt. Als Team haben wir erst eine Niederlage und befinden uns klar im Aufwärtstrend, das ist positiv.
Wie schätzen Sie den kommenden Gegner Hertha Wiesbach ein? Zuletzt gewann die Elf 8:1 beim FV Eppelborn.
Das Ergebnis würde ich nicht überbewerten. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir haben zwar gegen Eppelborn nur glücklich gewonnen. Ich zähle sie aber zu den schwächeren Teams. Wenn man mal in einen Lauf kommt, kann so ein Ergebnis vorkommen. Wir müssen in jedem Spiel hundert Prozent geben.
Welche Schlagzeile würden Sie in fünf Jahren gerne über sich lesen?
Dreierpack Stock, das willst du immer als Offensivspieler lesen, egal in welcher Liga. Ein Dreierpack ist geil.