Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Interview: Fußball-Staffelleiterin Dana Burkard

Hat die Männer im Griff: Staffelleiterin Dana Burkard.
Hat die Männer im Griff: Staffelleiterin Dana Burkard.

Dana Burkard aus Römerberg engagiert sich als Staffelleiterin beim Südwestdeutschen Fußballverband. Sie verantwortet die E-Juniorinnen, den Frauen-Kreispokal sowie die -Landesliga. Seit dieser Saison hat sie eine weitere besondere Aufgabe: Staffelleiterin bei den Herren in der C-Klasse Ost. Nico Henrich hat sie erzählt, wie das so ist.

Werden Sie als Frau in der Männer-Domäne Fußball anders wahrgenommen?
Dieses Jahr bin ich ja zum ersten Mal in der Herren-C-Klasse dabei und muss sagen, dass alle sehr nett sind und ich gut aufgenommen wurde. Die Trainer und Spielleiter sind sehr kommunikativ. Das war echt positiv. Ich habe nicht das Gefühl, anders behandelt zu werden.

Freut es Sie, dass Sie zu den wenigen Frauen gehören, die dieser Tätigkeit nachgehen?
Ich habe das gerne übernommen und nicht wirklich über diesen Fakt nachgedacht.

Welche Aufgaben fallen in Ihren Tätigkeitsbereich?
Spielpläne erstellen, Spielverlegungen zustimmen, Einladungen verschicken, Strafen aussprechen. Durch Corona läuft viel per Schriftverkehr, Mail und Telefon. Insgesamt hängt natürlich viel Administratives dran. Es fordert viel Zeit und Rücksprache mit den Vereinen.

Was begeistert Sie daran?
Der Fußball generell, ich habe selbst beim FV Berghausen gespielt. Mein Herz hängt an Frauen- und Mädchenmannschaften. Nachdem Verantwortliche an mich herangetreten sind, habe ich diese Herausforderung aus Liebe zum Fußball gerne angenommen.

Sie sind auch die Beauftragte für den Frauen und Mädchenfußball im Kreis Rhein-Mittelhaardt. Was bedeutet das?
Genehmigungen, die den Frauen- und Mädchenfußball im Kreis Rhein-Mittelhaardt betreffen, wie zum Beispiel Anträge auf Zweitspielrecht oder Spielgemeinschaften, gehen nur über mich. Gleichzeitig bin ich Mitglied im Verbandsausschuss für Frauen- und Mädchenfußball.

Stirbt der Frauenfußball aus?
Die beste Lösung, den Frauenfußball am Leben zu halten sind Spielgemeinschaften. Der Boom ist abgeflacht. Es gibt immer weniger Mädchen, die bis in die Aktivität spielen. Es ist offensichtlich, dass wir da ein Problem haben. Ich bin froh, dass sich Vereine zusammenfinden. Größere Vereine ziehen die sowieso schon wenigen Mädchen weg vom Dorf. Das ist ein Problem. Wir verschließen aber nicht die Augen.

Corona und Fußball – wird das gut gehen?
Ich bin sehr skeptisch. Es hängt an der Disziplin des Einzelnen. Es kann funktionieren, wenn weiterhin sensibel damit umgegangen wird. Insgesamt ist es schwierig. Es liegt an uns selbst.

Sind Sie selbst noch in einem Verein aktiv?
Ich bin seit über 20 Jahren Vereinsmitglied beim FV Berghausen. Ich war Spielleiterin der Frauen. Mittlerweile bin ich im Wirtschaftsausschuss.

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