Speyer Inspeyered will Zwischennutzungen für Leerstände vermitteln
„Raum für Ideen – Ideen für Räume“. So hat der Verein Inspeyered sein Onlineforum am Dienstag, 13. Juli, überschrieben. Es beginnt um 19 Uhr, der Zoom-Link findet sich unter inspeyered.de/lebendige-innenstaedte/. Wege dahin zeigen zudem die QR-Codes auf, die Inspeyered im Juni in Dutzende Schaufenster leerstehender Läden in Speyer gehängt hat. Es geht nämlich darum, für solche Räume kreative oder gemeinwohlbringende Übergangsnutzungen zu vermitteln.
Im Forum soll mit Experten und Teilnehmern über die damit verbundenen Chancen für lebendige Innenstädte diskutiert werden. Inspeyered war im Vorfeld schon aktiv und hat über besagte QR-Codes auch auf seine neue „Tauschbörse“ aufmerksam gemacht, die Eigentümer und Interessenten zusammenbringen will. Die Zwischenbilanz der Vereinsaktiven Elise Kissling: „Wir haben momentan fünf bis sechs Ideen, teils künstlerisch, teils geschäftlich sowie ein angedachtes Projekt mit Kindern.“
Nachfrage da, Angebot fehlt noch
Die Schwierigkeit: All diese Projekte stehen auf der Nachfrageseite. Die Angebote fehlen noch. Kissling: „Leider haben wir noch keine Räume für eine innovative Zwischennutzung angeboten bekommen.“ Der Verein will nun Immobilienbesitzer, Vermieter und Makler persönlich ansprechen. Er habe auch einen Mustervertrag für solche Zwischennutzungen und Infos zu Versicherungsfragen vorbereitet.
Über ihre Nutzungsideen berichtet vorab zum Beispiel der Verein Stadtstreicher, der für Kinder und Jugendliche künstlerische Streifzüge durch die Stadt organisiert. Er brauche ein „Hauptquartier“, schreibt Leiterin Dora Dinse. Dieser solle als Treffpunkt, Arbeitsplatz oder Ausstellungsort genutzt werden. An eine Ausstellung denkt auch Künstler Fritz Monath: „Ich habe mittlerweile über 150 Landschaftsbilder mit Acrylfarbe auf Leinwand gemalt und würde gerne eine Auswahl meiner Ansichten von Speyer und Umgebung ausstellen.“
Film und Ausstellung
Gleich zwei Ideen für Raumnutzungen kommen vom Weiterbildungszentrum EOS Simply Change. Die GmbH möchte den Film „Embrace“ mit einer Ausstellung zeigen, für die Frauen nackt fotografiert worden sind. Leitthema: Körperakzeptanz. Die zweite Idee: ein Podium für Eltern, deren Kinder sich in der Pubertät ins Internet zurückziehen. Eine Werkstatt sucht das kleine Geschäft Heylittlegreen, das Saatpapier herstellt. Ein Stoffgeschäft braucht Platz, um Nähkurse anbieten zu können.