Speyer Inspeyered will Räume und Ideen zusammenbringen

Laden leer: Für den Verein Inspeyered bietet dieses Phänomen auch Chancen. Er will dazu beitragen, dass diese ergriffen werden.
Laden leer: Für den Verein Inspeyered bietet dieses Phänomen auch Chancen. Er will dazu beitragen, dass diese ergriffen werden.

Neue Initiative des Speyerer Vereins Inspeyered, der sich das Motto „Mitmachen statt meckern“ gegeben hat: Ehrenamtliche haben am Dienstagabend leerstehende Läden in allen Stadtteilen mit Plakaten versehen. Dahinter steckt eine spezielle Idee.

Auf den Dokumenten ist ein QR-Code abgedruckt, der abgescannt werden kann und auf eine Art „Tauschbörse“ im Netz leitet, wie die Inspeyered-Aktive Elise Kissling erklärt. Sie versteht die Initiative als Mitmachaktion für Immobilienbesitzer und -suchende. Zwei Gruppen sollten zusammengeführt werden: Eigentümer, die für eine kreative oder gemeinwohlbringende Übergangsnutzung offen sind, und Menschen, die Räume brauchen, um eine Idee umsetzen zu können.

Als Beispiele nennt Kissling Kulturveranstaltungen, die Ausstellung von lokalen Produkten, Mitmachaktionen von Schulen und Vereinen oder Platz für Firmengründer. „Idee sucht Raum“ und „Raum sucht Idee“ heißen deshalb die beiden Rubriken, in denen sich die Zielgruppen beteiligen können. Es gehe um aktuelle Trends in der Immobilienbranche und um Stadtentwicklung. Statt Leerstands könne so zu lebendigen Gebäuden und lebendigen Vierteln beigetragen werden.

Thema auf digitalem Forum

Genau dieses Thema soll laut Kissling auch beim nächsten Forum von Inspeyered am Dienstag, 13. Juli, 19 Uhr, behandelt werden. Die Aktive: „In der leider noch digitalen Veranstaltung geht es um die Frage: Wie können wir Speyer mit seiner Innenstadt und den Stadtteilen lebendiger und sozialer gestalten? Da spielen Immobilien und deren Nutzungskonzepte eine zentrale Rolle.“ Als Impulsgeber seien Stefan Anspach, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, und Architektin Julia Erdmann eingeladen. Kissling: „Sie bringen jede Menge Praxisbeispiele aus eigenen Projekten, zum Beispiel in Halle, Bochum und Bremen, mit.“ Für den Termin zu werben, ist ein weiterer Zweck der QR-Codes, die jetzt in den Schaufenstern früherer Geschäfte wie der Buchhandlung Oelbermann zu finden sind.

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