Speyer
Insel Flotzgrün: 23 neue Messstellen
Seit Anfang der 70er Jahre überwacht die BASF SE das Grundwasser im Umfeld der auf einer Halbinsel zwischen Römerberg und Speyer gelegenen Deponie. Im Lauf der Jahre wurde das Netz der Messstellen erweitert, um die Bodenbelastung zu ermitteln. Von 2015 bis 2018 waren von den Gutachterbüros umfangreiche Untersuchungen zur Grundwassersituation Flotzgrün durchgeführt worden. Teil der gutachterlichen Empfehlungen war es, die Grundwasserüberwachung durch weitere Messstellen weiter zu verbessern. Die Planung datiert aus 2019, die Genehmigung der SGD Süd lag Anfang 2020 vor.
Insgesamt werden jetzt 23 neue Grundwasser-Messstellen in unterschiedlichen Tiefen – bis maximal 90 Meter tief – gebohrt. Neun Messstellen werden nach BASF-Angaben auf der Deponie im Abstrom zur Überwachung des neu gebauten achten Deponieabschnittes eingerichtet. Die übrigen liegen überwiegend im Bereich der Altrheinaue jenseits des Berghäuser Altrheins sowie im Bereich nördlich des Rheinhauptdeiches.
Halbjährliche Proben
Gerade im Bereich der Altrheinaue dürfen die Bauarbeiten aus Naturschutzgründen nur im Winterhalbjahr bis Ende Februar 2021 durchgeführt werden.
Die bereits im September begonnenen Bohrarbeiten auf der Deponie werden ab Anfang November im Bereich des Auwaldes fortgesetzt. Hierzu wird auf einem Waldparkplatz in der Gemarkung Römerberg eine Baustelle eingerichtet. Die Bohrarbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Restarbeiten zur Herstellung der Messstellenköpfe für Pumpversuche und die Räumung der Baustelle sind für März/April 2021 vorgesehen.
Nach Fertigstellung werden die neuen Messstellen in das halbjährliche Monitoring mit aufgenommen. Zur Überwachung des Grundwassers betreibt das Unternehmen ein Grundwassermessstellennetz mit derzeit rund 95 Messstellen. Daraus werden halbjährlich Proben genommen, analysiert und von einem externen Gutachter ausgewertet. Die Ergebnisse werden regelmäßig der SGD Süd vorgelegt.
Die BASF nutzt die werkseigene Deponie Flotzgrün seit 1966 zur Ablagerung von Abfällen. Sie ist die einzige aktuell aktive Deponie der BASF mit einer Ablagerungsfläche von rund 80 Hektar. Das belastete Grundwasser wird seit 1998 über Sanierungsbrunnen abgepumpt und zur Reinigung in die BASF-Kläranlage eingeleitet.