Speyer
Industriehof: Architektenwettbewerb ist vorbereitet
Eine gute Mischung aus Gewerbe, Wohnen und sozialen Angeboten: Das wünscht sich die Stadt für das Areal rund um den Industriehof an der Franz-Kirrmeier-Straße. Möglich machen sollen es acht Planungsbüros aus Heidelberg, Limburgerhof, München, Ahaus, Mainz, Berlin und Frankfurt. „Sie alle haben Erfahrung mit Denkmalschutz und bereits ähnliche Projekte realisiert“, erklärte Kerstin Trojan von der Stadtverwaltung die Auswahl. In zwei Phasen bis insgesamt 3. März 2022 sollen die Planer die bestmögliche Lösung für Speyer und das mit Nachbarflächen rund 10 Hektar zählende Gebiet am Rhein finden – mit anonymen Einreichungen.
Über die Lösung entscheidet dann eine Jury, deren Besetzung ebenfalls in der jüngsten Sitzung des Stadtrats verkündet wurde: Als Fachpreisrichter angefragt wurden und haben zugesagt Architekten und Architektinnen, Stadtplaner und -entwickler sowie Landschaftsarchitekten etwa aus Karlsruhe, Saarbrücken und Hildesheim. Zu den Sachpreisrichtern zählen neben Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) Martin Koch von der Industriehof Speyer GmbH, die weiteren Geländeeigentümer Thomas Pfirrmann und Frank Dupré, Stefan Johann von der Quartiersmanufaktur und Vertreter der Stadtverwaltung sowie der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Die Gruppe der Sachverständigen wird fast ausschließlich mit Speyerern besetzt, darunter Vertreter jeder Stadtrats-Fraktion.
SWG fragt nach
Am liebsten nur Gewerbebetriebe auf dem Areal hätte Stadtratsmitglied Claus Ableiter (BGS). „Es ist schlimm, dass die geplante Wohnbebauung Gewerbe verdrängen wird“, sagte er in der Sitzung. Aus seiner Sicht käme Platz für Gewerbe – wie es ihn dort gibt und wie er grundsätzlich erhalten bleiben soll – der Stadt zugute. Gerüchte um mögliche Pläne der Industriehof GmbH veranlassten Sarah Mang-Schäfer (SWG) zur Nachfrage. „Es gibt keinen Plan in der Schublade“, so die Stadt. Lob für den Geldgeber gab es von Axel Wilke (CDU): „Wir muten dem Investor eine Menge zu, aber das zeigt, dass er gewillt ist, das Areal zu entwickeln.“ Mit zwei Enthaltungen aus dem Lager der AfD und einem Nein von der BGS wurde der Architektenwettbewerb beschlossen.