Speyer „In Hanhofen ist die Welt völlig in Ordnung“
Uwe Giertzsch, Leiter der Polizeiinspektion Speyer, hat am Montagabend im Verbandsgemeinderat Römerberg-Dudenhofen die Kriminalstatistik für die Jahre 2011 bis 2015 vorgestellt. Sein Fazit: „Wir bewegen uns auf einem Niveau, das nicht bedenklich ist.“
Im Schnitt werden jeden Tag etwa zwei Straftaten in der Verbandgemeinde begangen, 2015 waren es 729 Fälle. Um die Zahlen mit den Vorjahren vergleichen zu können, addierte die Polizei für 2011 bis 2014 die Werte der ehemaligen Verbandgemeinde Dudenhofen mit denen der Ortsgemeinde Römerberg zusammen. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass die Anzahl der Straftaten relativ stabil ist. So wurden 2011 684, 2012 712, 2013 778 und 2014 709 Straftaten registriert. In Römerberg wurden 2015 338 Straftaten verübt, in Dudenhofen 216, in Harthausen 113 und in Hanhofen 62. „In Hanhofen ist die Welt völlig in Ordnung“, sagte Giertzsch. Warum? „Umso kleiner ein Ort ist, umso stärker ist die soziale Kontrolle.“ Die Aufklärungsquoten ließ etwas nach: Während 2013 noch über 66 Prozent der Straftaten aufgeklärt werden konnten, waren es 2015 noch 55,7 Prozent. „Das sind normale Schwankungen“, sagte Giertzsch. Einen Ausreißer in der Statistik habe es Anfang 2014 mit einer Einbruchswelle in Harthausen gegeben. Ansonsten seien vor allem Häuser in Römerberg ein beliebtes Ziel von Einbrechern, wahrscheinlich weil man schnell über die B 9 fliehen könne. 92 Mal schlugen Einbrecher in Römerberg 2015 zu, 2014 waren es 56 Fälle gewesen. In Dudenhofen stieg die Anzahl in dem Zeitraum von 49 auf 70. „Es gibt bundesweit immer mehr Einbrüche, das merkt man hier auch“, sagte Giertzsch. Ein Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle ist laut dem Polizisten nicht herzustellen: „Wir haben neben Deutschen auch schon Einbrecher aus Mexiko und Kolumbien geschnappt, die hatten mit Flüchtlingen nichts zu tun.“ Auch der Blick auf die Gesamtstatistik zeigt, dass der Zuzug von Flüchtlingen nicht dazu geführt hat, dass mehr Straftaten begangen wurden. (seed)