Speyer In diesem Jahr schon 80 Einsätze

Die Dudenhofener Jugendfeuerwehr in Aktion: Beim Fest am Sonntag zeigten die Kinder und Jugendlichen, was sie schon gelernt habe
Die Dudenhofener Jugendfeuerwehr in Aktion: Beim Fest am Sonntag zeigten die Kinder und Jugendlichen, was sie schon gelernt haben.

Für 13 Jungs und drei Mädchen war gestern kein Tag wie jeder andere: Beim Dudenhofener Feuerwehrfest sollten sie bei einer Brandlöschübung vor großem Publikum ihr Können demonstrieren. Wehrführer Christian Schneider kennt das aus seiner eigenen Zeit bei der Jugendfeuerwehr: „Sie freuen sich Wochen vorher auf den Moment.“

Nach Angaben des Wehrführers gab es in diesem Jahr in Hanhofen, Harthausen und Dudenhofen 80 Einsätze. Das seien 30 mehr als im Vorjahr, was Schneider mit der Alarmbereitschaft gemeinsam mit den Kollegen der Römerberger Wehr begründet. Schrillt während der Tagesbereitschaft von Montag bis Freitag zwischen 6 und 18 Uhr der Alarm für den Bereich Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim, wird das Signal automatisch in die Dudenhofener Wache weitergeleitet. Von dort rückt dann immer ein Fahrzeug aus. Zum Glück, sagte Schneider, seien es in der Regel nur „kleinere Dinge“, nichts Dramatisches gewesen. Aus dem Aufgabengebiet der technischen Hilfeleistung, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen, Überschwemmungen oder Tierrettung, ist Schneider ein kurioser Fall in Erinnerung: Drei junge Katzen hatten sich in ein enges Drainagerohr verkrochen. Die Wehrleute hatten keine Chance, mit konventionellen Mitteln an die Tiere heranzukommen, um sie zu holen. Und das über Stunden. Dann hatte jemand die rettende Idee, auf einer Handy-App Katzengeräusche abzuspielen. So konnten die Verirrten ins Freie gelockt werden. Am 8. August fuhren auf der B 39 bei Hanhofen zwei Pkw und ein Laster ineinander. Die Fahrer kamen mit Blessuren davon. Ein weiteres Beispiel des Feuerwehralltags: Zeitgleich brachen in der Johann-Walter-Straße und der Hermann-Löns-Straße Wasserrohre, unterspülte Abschnitte mussten gesichert werden. „Trotz der anhaltenden Hitze und Trockenheit hatten wir wenige Wald- und Flächenbrände“, berichtete Christian Schneider erleichtert. Der Dudenhofener Feuerwehr gehören 33 Männer und eine Frau an. Ihnen dankten nicht nur die Festbesucher, sondern auch Pfarrer Josef Metzinger und Gemeindediakon Werner Bücklein in einem ökumenischen Gottesdienst. Bücklein predigte über den Begriff „Durst“, mit dem er unter anderem das Verlangen nach Anerkennung, Wertschätzung und Lebensentfaltung meinte: „Sprechen Sie mit Gott über Ihre Sehnsüchte, Ängste, er gibt Ihnen das Durst löschende Wasser kostenlos.“ Die Präsentation der sechs Fahrzeuge – die Ausschreibung für einen Kommandowagen der Wehrleitung läuft –, die Übungen der Jugendfeuerwehr und Schaufahrten für Kinder rundeten den unterhaltsamen Feuerwehrtag ab.

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