Speyer „In Berghausen zu Hause“
Der FV Berghausen hat in dieser Saison das Double gewonnen. Das Team siegte im Kreispokal und wurde Meister der A-Klasse. Dino Fiducia (32) führt die Elf als Kapitän aufs Feld. Im Interview mit Nico Henrich spricht er über seinen Trainer, der jünger ist als er, über die Bezirksliga und das Ende der Laufbahn.
Jeder war wichtig in dieser Saison und hat seinen Beitrag zu den Erfolgen geleistet. Wir haben einen qualitativ sehr guten Kader. Es war unsere Stärke, dass es der Trainer schaffte, alle Spieler bei Laune zu halten. Jeder fühlte sich wichtig. War die 1:5-Klatsche gegen TuS Mechtersheim II der Wendepunkt in dieser Saison? Jede Serie geht mal zu Ende. Wir haben ein paar Tage später gleich wieder gespielt und eine Reaktion gezeigt und das Spiel gewonnen. Es war wichtig, diese Niederlage dann sofort wieder gutzumachen. Wann war Ihnen klar, dass es zum Aufstieg reicht? Nach einem guten Start in die Rückrunde haben wir uns nie ausgeruht, sondern immer weitergemacht. Zwischenzeitlich hatten wir dann zehn Punkte Vorsprung. Ich wusste, dass wir das nicht mehr hergeben. Wir haben etwas Großes gemacht dieses Jahr. War es der richtige Schritt, vom TuS wieder zurück zum FVB zu kommen? Wenn man auf die Tabelle schaut, dann ja. Aber abgesehen davon, fühle ich mich bei Berghausen einfach mehr zuhause. Wie würden Sie Ihre Spielweise beschreiben? Natürlich liegt mein Fokus darauf, zu helfen, dass Tore für uns fallen. Ob ich selbst dabei treffe, hat allerdings keine Priorität. Aber ich versuche trotzdem, meinen Beitrag auch nach hinten zu leisten. Schießen Sie auch in der Bezirksliga wieder weit über zehn Tore? Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann, sei es durch meine eigenen Treffer oder durch Vorlagen. Mit Druck klappt das aber nicht. Worin sehen Sie Ihre Aufgaben als Kapitän? Ich will zwischen Mannschaft und Trainer stehen und das Team führen. Im Schnitt spielen Sie pro Partie 85 Minuten. Wie lange wollen Sie noch spielen? Ich denke Jahr für Jahr. Natürlich muss ich verletzungsfrei bleiben. Aber ohne Fußball kann ich mir es momentan nicht vorstellen. Wie ist es mit einem Trainer, der jünger ist als Sie? Der gegenseitige Respekt war schon als Spieler da. Sven Fischer macht das sehr professionell. Ich habe großen Respekt vor ihm. Er ist immer top vorbereitet und lebt den Fußball. Er überträgt seine Emotionen auf die Mannschaft. Wie gelingt ein guter Start in der neuen Liga? Wir müssen in der Bezirksliga ankommen und brauchen einen guten Start. Ab der Vorbereitung ist wieder alles auf null. Außerdem glaube ich, dass uns diese Liga mehr liegt als die A-Klasse. Es wird mehr Fußball gespielt.