Speyer Im Sommer weniger Neue

Die Arbeitslosenzahlen sind in Speyer und den Umland-Kommunen des Rhein-Pfalz-Kreises im Juli gestiegen. Die Arbeitsagentur sieht dennoch „keinen Grund zur Sorge“ und verweist auf viele Jobangebote.
Die Quote der Jobsuchenden – berechnet auf Basis der zivilen Erwerbspersonen – betrug im Speyerer Geschäftsstellenbezirk der Arbeitsagentur 4,7 Prozent. Im Juni waren es 4,6 Prozent gewesen. Die 2615 Männer und Frauen ohne Beschäftigung bedeuteten in absoluten Zahlen ein Plus von 96. Die Quote liegt aber immer noch unter der vor einem Jahr, so die Agentur. Auch im Vergleich mit den anderen Geschäftsstellen Ludwigshafen (7,0 Prozent) und Frankenthal (5,8 Prozent) schneidet Speyer besser ab. In der Stadt Speyer allein beträgt die Arbeitslosenquote 6,2 Prozent (Juni: 5,9), nach unten drückt sie der Rhein-Pfalz-Kreis: 3,4 Prozent (Juni: 3,3). Beatrix Schnitzius, Leiterin der Arbeitsagentur in Ludwigshafen, hat einen Überblick über die Situation in der Vorderpfalz: „In den letzten vier Wochen meldeten sich überwiegend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den Bereichen Lager/Logistik, Reinigung, Büro und Sekretariat und dem Verkauf bei uns. Mit Beginn der Sommerferien hat auch die Arbeitslosigkeit von Lehrern zugenommen.“ In Speyer hätten Arbeitgeber im Juli 199 neue Stellen gemeldet, sodass es insgesamt 633 Jobangebote gebe, informiert die Agentur. Womöglich böten diese auch Chancen für die bisherigen Azubis, die nicht übernommen worden sind. „Die Anzahl der jungen Arbeitslosen unter 25 ist im letzten Monat leicht gestiegen“, berichtet Gerhard Werling, stellvertretender Geschäftsstellenleiter in Speyer. Das habe mit dem Ausbildungsende zu tun. „Ich bedauere das deshalb besonders, da immer wieder von Fachkräfteengpass die Rede ist und hier gut ausgebildete junge Menschen zwei bis drei Monate arbeitslos sind“, so Schnitzius, die erwähnt, dass in den Sommerferien weniger eingestellt werde. Von den 2582 Jugendlichen, die Ende 2014 an den drei Standorten in der Vorderpfalz als „Ausbildungsplatzsuchende“ gemeldet waren, seien 876 noch auf der Suche. 708 Ausbildungsstellen seien noch offen. Gute Chancen gibt es laut Agentur im medizinischen Bereich, bei den medizinischen wie auch zahnmedizinischen Fachangestellten. Zudem würden Anlagenmechaniker, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie Bäckereifachverkäuferinnen gesucht. (pse)