Speyer Im Feierabendhaus bleibt die Küche kalt

Kulturstätte: das Feierabendhaus in Friesenheim.
Kulturstätte: das Feierabendhaus in Friesenheim.

Die BASF erneuert derzeit den Gastro-Bereich des Feierabendhauses in Friesenheim. Der Küchentrakt wird entkernt und komplett erneuert. Voraussichtlich bis Oktober bleibt daher die Betriebsgaststätte geschlossen. Betroffen davon sind rund 900 Mitarbeiter und Pensionäre, die bis Dezember täglich die Kantine besuchten. Außerdem gibt es bis Herbst kein kulinarisches Angebot mehr für die Besucher von Veranstaltungen im Feierabendhaus.

„Die Küche wird auf den technisch neuesten Stand gebracht und es werden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen vorgenommen“, sagte eine BASF-Sprecherin auf Anfrage. Der Bereich werde komplett entkernt, Böden, Decken und Wände neu gemacht. Für die Besucher der Kantine gebe es Ausweichmöglichkeiten in anderen Betriebsgaststätten des Konzerns, so im Kongressgebäude D 105 oder in der Kantine am Tor 3. Das Feierabendhaus feiert im April seinen 115. Geburtstag. Die jüngste umfangreiche Sanierung war zwischen Februar 2010 und November 2011. Im Fokus war dabei der Veranstaltungsbereich: der große Konzertsaal mit 1400 Sitzplätzen sowie die Räumlichkeiten für Tagungen, Konferenzen und Feierlichkeiten. Die Haustechnik wurde dabei modernisiert. Die Betriebsgaststätte wurde damals nicht mit saniert. Die Modernisierung dieses Trakts erfolgt nun. Der Veranstaltungsbereich ist davon nicht betroffen, betont das Unternehmen. Die Konzertreihen und andere Veranstaltungen gibt es weiterhin. Da aber keine Küche zur Verfügung steht, gibt es an diesen Abenden keine Speisen. Die Betriebsgaststätte, wie die Kantine offiziell heißt, bleibt voraussichtlich bis Oktober deshalb geschlossen. Die BASF hat insgesamt elf Betriebsgaststätten – inklusive einer Kantine auf der Friesenheimer Insel. Bis zu 10.000 Essen werden täglich ausgegeben. Rund 300 Köche, Servicekräfte und Kaufleute kümmern sich um das leibliche Wohl von Mitarbeitern und Gästen. Außerhalb des Werksgeländes betreibt der Konzern neben dem Feierabendhaus auch das Gesellschaftshaus und das benachbarte Hotel René Bohn, das über 80 Zimmer, acht Suiten und elf Apartments für Langzeitgäste verfügt. Das Feierabendhaus wurde 1913 als „Vereinshaus“ eingeweiht, damals war es für Arbeiter- und Musikvereine der BASF gebaut worden. Außerdem gab es eine Bibliothek. Angegliedert waren auch „Restaurationslokale“, die von den Anilinern nach Feierabend besucht werden konnten.

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