Speyer
Im Bistro Meridian gibt’s Currywurst-Soße à la Chefin
Wie viel Platz gibt’s in welchem Ambiente?
Teils auf Pflastersteinen, teils auf Rasen sitzen die Gäste im Biergarten des Bistros Meridian. Ein guter Teil der rund 400 Quadratmeter großen Fläche mutet an wie der Hof eines Winzerbetriebs an der Weinstraße. „Die russischen Weinreben habe ich selbst vor bald 20 Jahren gepflanzt, als ich das Bistro übernahm“, sagt Angela von Stetten. Im Herbst färbt sich das Laub kräftig rot. Weil die Gäste seit Corona rarer geworden sind, stehen derzeit ungefähr 70 Stühle draußen, deutlich mehr als 100 Sitzgelegenheiten wären möglich. In Sichtweite ist nicht nur die Start- und Landebahn des Flugplatzes. Auch zahlreiche Vögel wie Störche und andere Wildtiere wie Hasen beleben den Platz.
Welche Besonderheiten stehen auf der Speise- und Getränkekarte?
„Am beliebtesten ist Currywurst mit Pommes“, sagt die Chefin, die selbst überall dort anpackt, wo es nötig ist. „Die Soße dazu mache ich selbst“, sagt Stetten. Die Currywurst heißt übrigens „Big Mama“. Weitere Speisen, die in der kleinen Küche von ihr oder einer Minijobberin zubereitet werden, sind unter anderem Flammkuchen und Gulasch mit Nudeln. Die Gerichte des Mittagstischs kosten zwischen 8,20 und 10,20 Euro. Mitte Juli zählen dazu Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe und Vanillesoße, Käsespätzle mit Salat oder auch Backfisch mit Spaghetti-Knoblauch-Salat.
Was ist bei schlechtem Wetter?
Die Bistro-Inhaberin hat während der Pandemie für Regenschauer vorgesorgt. Mehrere Pavillons bewahren die Gäste davor, nass zu werden. Nach wie vor gibt es auf der Rasenfläche mehrere große Sonnenschirme, die vor Gewittern eingeklappt werden.
Wie lange läuft die Freisitz-Saison?
„Ein paar Stühle stehen auch im Herbst und Winter immer draußen“, teilt von Stetten mit. Geschlossen hat der Meridian-Biergarten bloß, wenn das Bistro von Mitte Dezember bis Ende Januar in die ungefähr sechswöchige „Winterpause“ geht.
Gibt’s abends Lärmschutz-Ärger?
Beschwerden wegen der Lautstärke sind der Gastronomin nicht bekannt. Die nächsten Wohnhäuser sind relativ weit von dem Biergarten entfernt. Zumal der Flugbetrieb viel lauter ist, als es die Bistro-Gäste sein können.
Drohen Stechmücken-Angriffe?
„Schnaken bleiben nicht aus“, sagt die Wirtin. Wenn es kräftig geregnet hat und warm genug ist, wie im vergangenen Jahr, dann kommen die Insekten vom nahen Auwald angeflogen.
Was ändert sich durch die Pandemie und andere Einflüsse?
Durch zwei lange, Corona-bedingte Schließungen – 2020 circa acht Wochen, 2021 rund sieben Monate – hat von Stetten ihre fest angestellte Mitarbeiterin verloren. Die Inhaberin hat nach eigener Aussage zwar Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigte beantragt, schnell erhalten und ausgezahlt, doch die düsteren Aussichten in der Gastronomie hätten dazu geführt, dass sich die Frau beruflich anders orientierte. Wegen starker Preissteigerungen seit Jahresbeginn, ob für Pflanzenöl oder Erdgas, ist die Wirtin nun froh, dass sie eine Minijobberin und bei Bedarf weitere Aushilfen beschäftigten kann. Nicht zuletzt, um Kosten zu sparen, hat von Stetten den Montag und Dienstag zu Ruhetagen erklärt. „Vor Corona hatten wir sieben Tage die Woche geöffnet“, sagt sie. Damals seien aber auch mehr Gäste gekommen und noch nicht an Lieferservice gewöhnt gewesen.