Speyer IG Metall: Tarifregeln durchsetzen

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Zufrieden mit dem neuen Tarifabschluss hat sich die Delegiertenkonferenz der IG-Metall-Geschäftsstelle Ludwigshafen-Frankenthal gezeigt. Vor allem die gute Mobilisierung zu den Warnstreiks wurde beim Treffen in der Halle des TSV Eppstein hervorgehoben. In ihrem Zuständigkeitsbereich vertritt die Gewerkschaft nun fast 10.000 Mitglieder.

150 Euro pauschal für den Juni, für Auszubildende 65 Euro, dann 2,8 Prozent ab dem 1. Juli und weitere 2 Prozent ab dem 1. April 2017 brachte der neue Tarifvertrag den Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ein. Dafür habe man in zwei Warnstreikwellen insgesamt 5060 Kollegen mobilisiert. Allein in Speyer konnte die Gewerkschaft 1300 Kollegen auf die Straße bringen, bilanzierte der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall-Geschäftsstelle Ludwigshafen-Frankenthal, Günter Hoetzl. Uwe Schütz, Tarifsekretär des Bezirks Mitte, sprach von 23.331 Teilnehmern an Warnstreiks in der Pfalz. Bemerkenswert sei, dass im Bereich der Geschäftsstelle Ludwigshafen-Frankenthal in zwölf Betrieben 28 Aktionen stattfanden. „Es stand auf des Messers Schneide“, berichtete Schütz von den Verhandlungen. Die dritte Streikstufe, an der sich dann auch zwei Betriebe aus Ludwigshafen-Frankenthal mit einem 24-Stunden-Warnstreik beteiligt hätten, sei schon vorbereitet gewesen. Doch dann hätten die Arbeitgeber eingelenkt. Hoetzl legte den Finger in einen seiner Meinung nach wunden Punkt des Tarifvertrags: Betriebe in wirtschaftlicher Notlage sollen von den tariflich vereinbarten Leistungen abrücken dürfen. Dies sei zurzeit bei einem Betrieb im Bereich der Geschäftsstelle der Fall. Dazu bedürfe es allerdings der Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb. Man werde die angegebenen Gründe prüfen, letztlich entscheide die Mitgliederversammlung der Gewerkschafter. Auch im Handwerk gebe es Tariferhöhungen, berichtete Gewerkschaftssekretär Mathias Franz: im Elektrohandwerk plus drei Prozent ab 1. Juni, im Kfz-Handwerk 2,9 Prozent ab dem 1. November (Azubis 2,9 Prozent ab August). Trotz der tarifvertraglichen Regelungen versuchten Handwerksbetriebe, tarifliche Bindungen zu unterlaufen. „Wer in der Innung ist, ist auch tarifgebunden“, betonte Franz, dies habe ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes bestätigt. In seinem Geschäftsbericht konnte Hoetzl eine positive Mitgliederentwicklung verkünden. Im Mai habe man 9994 Mitglieder gezählt. Das entspreche einem Plus von 285 Kollegen (2,9 Prozent) gegenüber Mai 2015. „Wir sind dran, die 10.000 zu knacken“, freute sich Hoetzl. Bei den Mitgliedsbeiträgen habe man sich im Berichtsjahr um 11.568 Euro auf 232.000 Euro steigern können, das sind 5,2 Prozent mehr. | enk

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