Speyer Hunde, Enten, großes Gerät

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Zum fünften Mal hat das Technik-Museum gestern auf seinem Besucherparkplatz beim Haupteingang mit dem „Tag des Rettungswesens“ rund einem Dutzend Organisationen eine Plattform geboten. „Wir lassen es richtig krachen“, sagte Carmen Werre, die Museumsorganisatorin, über die gestiegene Anzahl an Aktionen bei der Veranstaltung. Die Folge: „Wir haben mehr Besucher als in den vergangenen Jahren.“

Reger Andrang herrschte bereits kurz nach 10 Uhr, als die Rettungshundestaffel vom Stadtverband Neustadt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bei einer Vorführung einen Einblick in die Fähigkeiten ihrer Vierbeiner gab. Da war etwa Leo, der trittsicher über eine horizontal aufgebaute Leiter ging. „Ein Hund muss erst lernen, seine Hinterläufe bewusst zu setzen“, erklärte Cynthia Gresser, Leiterin der Rettungshundestaffel, am Mikrofon. Hunde verschiedener Rassen meisterten den Parcours mit Stationen wie Wippe, Tunnel und Hängebrücke. Die Leiterin: „Fast jeder Hund kann ein Rettungshund werden, nur zu klein oder zu groß darf er nicht sein.“ Alle acht gezeigten Tiere werden zum Flächensuchhund ausgebildet, um später vermisste Personen aufzuspüren, wie Gresser informierte. Die Staffel, zuständig für die Vorderpfalz und den Pfälzerwald, sei erst vor drei Jahren gegründet worden, sagte Gresser. Großes Gerät boten Freiwillige Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) auf. „Als aktuelles Thema haben wir die Hochwasserbekämpfung ausgewählt“, sagte Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Hopp. Als Glanzstück war eine Hochleistungspumpe der Feuerwehr ausgestellt, die „500 Tonnen Wasser in der Stunde schafft“, so Hopp. Aber auch die Schmutzwasserpumpe des THW ist mit 300 Tonnen (300.000 Liter) in 60 Minuten nicht zu verachten. Umlagert war das von zwei Organisationen gemeinsam betriebene „Enten-Pumpen“, bei dem Schwimmentchen durch Schläuche von Becken zu Becken „wanderten“. Ari, Duke, Rex und Amadeus zeigten, dass sie richtig Biss haben. Die vier Diensthunde der Hundestaffel des Polizeipräsidiums Rheinpfalz verbissen sich bei der Vorführung ab 11 Uhr ein ums andere Mal in den „Hetzarm“ eines „Verdächtigen“, eine Art bissfesten Überzug, der den ganzen Unterarm bedeckt. „So lange die Person stehen bleibt, verbellen ihn unsere Hunde bloß“, erklärte Staffelleiter Volker Claus per Mikrofon. Auch das Aufspüren von Drogen demonstrierten die Polizisten mit ihren Hunden. „Wir sind froh, dass wir jetzt 2000 statt 1800 Euro für einen Hund, den wir ausbilden wollen, zahlen können“, informierte Claus die Besucher. Allerdings wäre ein höherer Betrag, etwa 2500 oder 3000 Euro, aus seiner Sicht noch besser, weil Tiere der Rassen Malinois und Holländer Herder sowie Deutscher Schäferhund hochpreisig gehandelt würden. Jüngst sei der Staffelchef rund 5000 Kilometer gefahren, bis er ein für die Ausbildung passendes Tier gefunden hatte. Im Museumsfoyer waren auf einer Tischfläche von circa 50 Quadratmetern rund 200 Modellbau-Fahrzeuge zu begutachten. Die meisten Polizeiwagen und Feuerwehr- sowie THW-Fahrzeuge waren dem Motto „Die Flut 2013“ an der Elbe untergeordnet, so Modellbauer Michael Diehl. Mit Liebe zum Detail gestaltete er ebenso wie sein Kollege Fabian Pyretz Playmobil-Bausätze originalgetreu um.

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