Spiel des Tages
HSG Dudenhofen vor der Handball-Pfalzliga-Meisterschaft
In der Pfalzhalle Haßloch können am Samstag nacheinander sowohl die HSG-Damen als auch die Herren die Meisterschaft in der Pfalzliga perfekt machen. Zusätzliche Würze erhält das Spiel der Männer, weil der Gegner um 19.30 Uhr Lokalkonkurrent TSV Speyer heißt. „Die Pfalzhalle wurde extra gewählt, um allen Interessierten Zugang zu den Spielen verschaffen zu können. Es wird Essens- und Getränkespecials und einen Ausschankwagen vor der Halle geben“, teilte HSG-Trainer David Oetzel mit.
Oetzel leise
Der Übungsleiter, kein Mann der lauten Töne, bleibt bezüglich des Titelgewinns besonnen: „Bis wir auch rechnerisch nicht mehr einzuholen sind, will ich nichts von der Meisterschaft hören. Wenn wir unseren Job erledigen wie bisher, werden wir unsere Saison auch krönen können.“ Beim deutlichen Hinspielerfolg sei alles perfekt gelaufen.
Die Chance, noch einmal eine solche Leistung abzuliefern, schätzt Oetzel nicht so hoch ein, zumal die Seinen in der Rückrunde nicht an ihrem Maximum spielten. Speyer könne mit seiner Erfahrung jede Schwäche eiskalt ausnutzen. Er sieht die Stärken der Domstädter insbesondere in ihrer Präsenz und Erfahrung: „Eine abgezockte Mannschaft mit einer robusten, defensiven Abwehr. Daher sehe ich die Chancenverteilung bei 50 zu 50.“
Mit Schutzius
Bei der HSG fällt Marco Schneider mit Knieproblemen weiter aus. Aurel Albert kehrt zurück. Paul Schutzius steht in seinen Semesterferien ebenfalls zur Verfügung. „Das wird ein sehr schweres Spiel. Wir probieren, so lange wie möglich mitzuhalten. Aufgrund der dünnen Personaldecke haben wir leider nicht so viele Alternativen“, sagte Speyers Sportlicher Leiter Sören Pohlmann.
Krank oder verletzt fehlen Jan Zentgraf, Denis Markert und Torsteher Tim Doppler. Clemens Heid, Janek Messerschmitt sowie Björn Skade sind angeschlagen, Einsatz fraglich. Ein klassisches „Keine-Chance-und-die-probieren-wir-zu-nutzen-Spiel“, meinte Pohlmann.
Pohlmann gratuliert
Die Meisterschaft hakte der Zweite des Tableaus bereits ab. „Das Ding ist durch und sehr verdient“, gratuliert er den Gastgebern: „Imposante Saison, das muss man ganz fair anerkennen.“ Für Speyer laute das Saisonziel jetzt, oben dabei zu bleiben und Platz zwei irgendwie halten. „Wir hoffen auf gute Stimmung und probieren, über eine geschlossene Mannschaftsleistung in der Abwehr so lange wie möglich dagegenzuhalten.“
Die Stärken sieht er bei Dudenhofen/Schifferstadt klar im Offensivvortrag und der Schnelligkeit. Die Zahl der erzielten 719 Tore spreche für sich. „Sie können das hohe Tempo über 60 Minuten gehen. Daher spielt die Deckungsarbeit eine nicht ganz so große Rolle“, so Pohlmann.
Rheinpfalz-Tipp: 34:29
Dudenhofen/Schifferstadt wird den ersten Matchball zur Meisterschaft verwandeln, und nach dem Spiel geht die große Sause ab.